19 Dinge, die ich in 19 Jahren gelernt habe

Dieser Blogbeitrag gehört definitv in die Kateogrie solcher, die einen persönlichen Zweck verfolgen. Es handelt sich um einen Text, den ich vor allem auch für mich selbst zur Dokumentation verfasst habe.

I. Regelmäßigkeit wird unterschätzt

Ob man es nun „Consistency is key“, „Habit Tracker“ oder Disziplin nennen möchte, das Ergebnis des Ganzen bleibt größtenteils gleich. Bereits ein sehr kluger Schriftsteller oder Philosoph, dessen Name und Werk mir leider entfallen sind, weshalb ich auf die Sinnebene zurückgreifen muss, sagte, dass es eine wesentlich größere Errungenschaft darstellt, etwas regelmäßig und immer wieder in kleinen Teilen zu schaffen, als ein einziges Mal. Ich kann dem nur zustimmen, zum einen ist es gerade zu Beginn oft schwierig sich eine neue Routine oder Arbeitsweise anzueignen, doch erlangt man schließlich die Regelmäßigkeit dahinter, kommt man dadurch auf der imaginären Lernkurve um ein Vielfaches schneller voran.

II. Die Schnittmenge von Aussage und Handlung

Bis heute erlebe ich es oft immer wieder, vor allem auf Social Media aber durchaus auch im „echten“ Leben, dass ich eine Person treffe und mich die Meinungen oder Aussagen dieser Person bewundernd aber auch etwas eingeschüchtert oder ungläubig zurücklassen. Das Ganze ist, um ein spezielleres Beispiel zu wählen, recht gut vergleichbar mit dem ein oder anderem TED Talk, „Entrepeneur“ oder auch Studytube Kanal. Produktivität und Erfolg sind relativ. Jeder ist in der Lage diese Parameter und deren Wichtigkeit für sich selbst zu definieren und meiner Erfahrung nach ist die Menge des Arbeitspensums und des Zeitaufwands eines Menschen nicht automatisch ein Indikator für diese Maßstäbe. Was ich damit sagen möchte ist, dass es absolut wichtig und gut ist Motivation und Inspiration in anderen zu finden, aber dennoch sollte man hinterfragen. Es kann helfen Handlungen von Aussagen für einen Moment zu trennen und somit eventuelle Diskrepanzen für sich sichtbar zu machen.

III. Besondere Interessen sind die wichtigsten Details des Lebens

Mit Überschrift Nummer Drei ist eigentlich alles gesagt. Lernt Neues! Bleibt interessiert!

IV. Geschmäcker sind selten konstant

Während ich vor einigen Jahren dieser Aussage noch heftig widersprochen hätte, kann ich heute bestätigen, dass sich Interessen und Geschmacksfragen verändern werden und dürfen. Es kann sehr befreiend sein, selbstauferlegte Maximen loszulassen und seine Fühler auszustrecken. Damit meine ich nicht, dass man unbedingt ständig aus der persönlichen Komfortzone ausbrechen muss, vor allem wenn man sich des Wertes bestimmter Dinge für sich selbst bewusst ist, ich rede viel ehr von einer Art Erweiterung der Komfortzone.

V. Habt keine Angst etwas zu wollen

Kein Mensch der Welt möchte unnötig viele Sorgen haben, deshalb kann es manchmal einfacher und angenehmer scheinen sich um bestimmte Dinge einfach nicht zu sorgen. Jedoch hat diese Tatsache einen Haken: Lässt man keine negativen Gefühle über etwas zu, kann es genauso leicht geschehen, dass um Umkehrschluss auch die positiven Gefühle darüber ausbleiben. Fazit: Es lohnt sich, sich einzugestehen etwas zu schätzen oder anzustreben.

VI. Es gibt keine originellen Gedanken

Die wenigsten Menschen sind wahre Genies einer Fachrichtung und auch die antiken Universalgelehrten sind zu meiner großen Bedauerung bereits größtenteils ausgestorben, haben uns aber netterweise einiges an Wissen mit auf den Weg gegeben. Das lässt uns in einer Realität zurück, in der man sich zwar sehr wohl der Qualität dieses und des in manchen Fällen darüber hinaus gehenden Wissens bewusst ist, man jedoch des öfteren zu der falschen Annahme geneigt ist, eben dieses Wissen für überaus exklusiv zu halten.

Anders gesagt: Wenn du klug genug warst dir einen bestimmten Gedanken zu machen, gibt es zumindest das Potential dazu auch in einem anderen Menschen. (Oder hat es in manchen Fällen sogar bereits gegeben, man denke nur an Leibnitz und Newton).

Welche Grundsätze habe ich daraus nun für mich geschlossen?

  • Keine unnötigen Lügen, denn wenn du sie dir ausdenken konntest, kann auch ein anderer sie aufdecken
  • Ideen und Inspirationen zeitnah umsetzten
  • Dinge dokumentieren

VII. Produktivität ist vielseitig

Dieser Punkt knüpft an Nummer Zwei an. Was für den einen Freizeitaktivität oder Entspannung ist, ist für den anderen bereits eine produktive Beschäftigung. Es ist also alleine deshalb vollkommen unmöglich ständig produktiv zu sein, denn um dies bewerkstelligen zu können, benötigte man ein Konzept objektiver Produktivität, was ihrem Wesen jedoch widerspricht.

VIII. Kreieren vs. Konsumieren

Diesem Aspekt möchte ich vor allem dem widmen, was ich in den letzten Jahren über Social Media gelernt habe. Zwar baut das Ganze an dieser Stelle besonders auf einer persönlichen Meinung auf, dennoch denke ich, dass es sich hierbei um einen guten Denkanstoß handeln könnte. Mir viel in der Vergangenheit oft auf, dass ich zwar jeden Tag im Großen und Ganzen ungefähr gleich viel Zeit auf Sozialen Medien verbrachte, dennoch wechselte der Effekt, den diese auf mich hatten. Irgendwann habe ich schließlich gemerkt, dass die Nutzen Sozialer Netzwerke dann am positivsten scheinen, wenn man sich selbst die Zeit nimmt, diese aktiv für sich zu nutzen. Nehme ich beispielsweise Instagram, TikTok oder YouTube als eine Platform zum Teilen meiner und Interagieren mit meinen persönlichen Interessen, kann ich einen viel größeren Nutzen daraus ziehen, als würde ich lediglich ziellos herumscrollen.

IX. Die Schnelllebigkeit von Trends

Es lohnt sich nicht, sich mit einem Trend zu beschäftigen, wenn diesem spontanen Interesse keine persönliche Motivation zu Grunde liegt. Letztendlich ist es nicht viel mehr als Zeitverschwendung, sich mit etwas auseinanderzusetzen, das nach nur wenigen Wochen bereits einen Großteil seiner Bedeutung einbüßen wird.

X. Die Stoa

Da wir mit Punkt Zehn jetzt bereits die Hälfte von „Leonies Lebensweisheiten“ erreicht haben, gebe ich mir Mühe mich im Folgenden etwas kürzer zu fassen.

Alles was ich hierzu sagen werde ist also: Eine stoische(-re) Lebenseinstellung kann in vielen Situationen sehr hilfreich sein. (Der aufmerksame Leser wird an dieser Stelle eine kleine Unstimmigkeit mit Punkt Drei bemerken, und ich muss zugeben, dass es sich hierbei um eine Tatsache handelt, an der ich selbst momentan noch arbeite.)

XI. Menschen sind nicht unfehlbar

Es ist wenig sinnvoll sich komplett auf die eigene Einschätzung, aber auch die Einschätzung anderer zu verlassen, denn niemand kann je alles wissen. Pläne können und werden sich verändern und man selbst macht Fehler, die man lieber nicht gemacht hätte. Eine Tatsache des menschlichen Lebens, die man wohl oder übel akzeptieren muss.

XII. Qualität > Quantität

Bereits in meinen vorherigen Punkten ist dieser Grundsatz immer wieder vereinzelt mitgeschwungen und deshalb wollte ich ihm auch einen eigenen Absatz widmen. Es ist ein Grundsatz den ich wirklich jedem sehr ans Herz legen kann und egal ob Entscheidungen, Käufe oder Konzepte, ich war immer zufriedener mit dem Ergebnis, wenn ich nach diesem Prinzip geurteilt habe.

XIII. Check your privilege

Dieser Punkt steht für sich. Bewusst weniger egozentrisch denken kann ein Anfang sein und eine solche Denkhaltung ist die Eigenschaft eines guten Gesprächspartners.

XIV. Überdenkt euer Konsumverhalten

Ich bin kein perfekter, nicht mal ein guter, nachhaltiger Konsument. Dennoch habe ich in den letzten Monaten darauf geachtet, mein Konsumverhalten bewusst zu analysieren und herunterzuschrauben. Es hat mir nicht geschadet, ganz im Gegenteil ich kaufe überlegter und seltener.

XV. Networking

Je älter ich werde, desto mehr merke ich, dass es sich immer lohnt Menschen zu kennen.

Dieser Punkt ist auch als eine Art zukünftiger Punkt zu lesen, denn ich habe bei Weitem zu wenig Erfahrung um in diesem Bereich Tipps geben zu können.

XVI. Dokumentiert euer Leben

Jeder der micht kennt weiß, dass ich ein großes Faible für Listen und Tagebücher aller Art hege. Tatsächlich weiß ich nicht einmal mehr seit wie vielen Jahren ich bereits über mein Leben schreibe und somit kann ich Punkt 16 an dieser Stelle wahrscheinlich als eine persönliche Lebensweisheit erster Stunde bezeichnen.

XVII. „Find a kingdom within“

Ein Zitat, auf das ich zufällig bei meinen Recherchen rund um die Philokalia gestoßen bin.

XVIII. Kleider machen Leute

Ich lege das Zitat selten im Bezug auf andere Menschen aus, sondern halte es vielmehr für einen Grundsatz des Respekts gegenüber sich selbst. Es lohnt sich, etwas Zeit und Mühe in den persönlichen Stil zu stecken.

XIX. Behaltet den Überblick

Egal ob beim Erstellen von Plänen, Listen, beim Lernen oder ganz allgemein im Leben. Es ist so unglaublich wichtig, sich nicht zu verlieren.

Das waren sie, meine 19 Lebensweisheit aus 19 Jahren. Vielen Dank fürs Lesen!

2 Kommentare

    1. Danke dir!
      Gerade, da ich auch noch etwas neuer auf WordPress bin, freue ich mich wirklich sehr über jede positive Rückmeldung 🙂 (Und auf deine interessanten Beiträge)!
      Ganz liebe Grüße zurück,
      Leonie

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