Bücher, die man 2021 gelesen haben sollte

Dies ist eine kleine Übersicht über die Bücher, die ich momentan besonders häufig weiter empfehle und die mich in den letzten Jahren auffällig oft begleitet haben. Wer also noch Inspiration für die diesjährige Leseliste sucht, ist hier herzlich willkommen.

Ich hoffe ich kann mit ein paar meiner Empfehlungen eure literarischen Vorsätze für 2021 etwas bereichern und wünsche euch allen ein schönes neues Jahr!

Ruth Bader Ginsburg – 300 Statements der berühmten Supreme-Court-Richterin

„When there are nine.“

Helena Hunt brachte diese Sammlung kurzer und längerer Zitate Ruth Bader Ginsburgs rund um das Leben, das Recht und die Gesellschaft im September letzen Jahre heraus und nur wenige Monate später lag es bereits bei mir auf dem Schreibtisch. Neben den, ohne Frage, grandiosen „Statements“, hat mir überdies auch sehr gefallen, wie immer wieder auf bekannte Fälle und den (akademischen) Lebenslauf Ruth Bader Ginsburgs eingegangen wurde. Dieses Buch ist definitiv eine Empfehlung für jeden, der sich mehr mit Recht, Feminismus, Gleichstellung oder auch ganz im Allgemeinen mit bedeutenden Personen dieses Jahrhunderts auseinandersetzen möchte.

The Colour of Time – A New History of The World, 1850-1960

„The world has always been as vivid, immediate and colourful as it seems to us today.“

Irgendwo zwischen Bildband (wählt man die gebundene Ausgabe) und geschichtlichem Weltatlas findet sich „The Colour of Time“. Ein Buch, in welchem Marina Amaral und Dan Jones in doppelseitigem Format die bedeutendsten Ereignisse und Personen der Jahrzehnte von 1850 bis 1960 darstellen. Während die Texte selbst in ihrer Funktion als kurz zusammengefasste Erklärung ihre Hauptfunktion bereits erfüllt haben, was soll man auch mehr verlangen, sind es gerade die Photographien gewesen, die „The Colour of Time“ seinen besonderen Reiz verschafft haben. Jedes einzelne diese Bilder war aufwändig koloriert worden und allein aufgrund dieser Tatsache, trat jedes historische Geschehen mit besonderer Bedeutungsgewalt hervor.

Garten über dem Meer

„Ich habe schon immer gerne erfahren, was den Leuten so alles passiert, und das nicht etwa, weil ich neugierig wäre…Eher, weil ich Menschen mag […]“

Ich muss an dieser Stelle zugeben, dass ich vor dem Lesen von Mercé Rodoredas Roman „Garten über dem Meer“ noch nie weder von Werk noch Autorin gehört hatte. (Es war letztendlich tatsächlich der Einband der wunderschönen Schmuckausgabe gewesen, der mich zum Lesen bewegt hatte.) Hätte Agatha Christie ein Werk im Stil Thomas Manns geschrieben, das Ergebnis wäre wahrscheinlich mit „Garten über dem Meer“ vergleichbar gewesen und das kommt in meiner persönlichen Bewertungsskala einem der Höchstpunktzahl gefährlich nahe kommendem Ergebnis gleich.

Durant – Kulturgeschichte der Menschheit

„Bildung ist eine zunehmende Erkenntnis der eigenen Dummheit“

Mitte Oktober habe ich mich gewissermaßen an das literarisches Selbstexperiment gewagt Will und Ariel Durants „Kulturgeschichte der Menscheit“ bis Weihnachten zu lesen. Fazit: Es ist möglich! Ich war von jedem Text aufs Neue begeistert. Der überaus detaillierte Überblick über bekannte, oder auch bedeutende aber weniger Bekannte, Personen und Werke der Weltgeschichte, wer der Punkt, der diese Reihe für mich so besonders gemacht hat. Diese knapp 20 Bücher scheinen einen Wissensumfang zu beinhalten, der einem Vielfachen dieser Menge ohne Weiteres entspricht.

Kaffee und Zigaretten

„Vor 54 Jahren, am Tag meiner Geburt, verhängte die Liga der Arabischen Staaten einen Import-Boykott über einen englischen Hersteller von Regenmänteln, die Firma Burberry.“

Ferdinand von Schirachs neuestes Werk erschien zu Beginn dieses Jahres und ich hätte wahrscheinlich nie dannach gegriffen, wäre es mir nicht mehrmals von Freunden empfohlen worden. Nach dem Lesen schließlich bereute ich fast von Schirach als Autor nicht bereits früher „entdeckt“ zu haben. („Entdeckt“ hier in Anführungszeichen, denn wir erinnern uns, ich musste zu meinem Glück gezwungen werden.) „Kaffee und Zigaretten“ liest sich wunderbar es war eines dieser Werke, die ich so liebe, weil sie Lebensgeschichten gekonnt anskizzieren und verweben. Der Leser erhält hier Einblicke in Facetten einer Autobiographie, die einen mit nachdenklichem Blick auf das Leben selbst zurücklassen.

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