Mein literarischer Jahresrückblick 2021

Texte aller Art, die mich 2021 begleitet und auf unterschiedlichste Weise fasziniert haben. Dazu ein Satz, in dem ich versuche entweder eine kurze Empfehlung auszusprechen, knapp zu rekapitulieren oder euer Leseinteresse zu wecken.

Ruth Bader Ginsburg – Helena Hunt 

Das erste Mal, dass ich Näheres über Ruth Bader Ginsburg‘s Werk und Leben erfahren habe.

Eine Kurzrezension gibt es hier.

Einführung in das Recht – Reinhold Zippelius

Jetzt studiere ich Jura, irgendwo muss man ja anfangen.

Die Bibel

Alleine schon aus gesellschaftlich-historischen Gründen ungemein lesenswert.

Writers of the Philokalia – Marilynn Hughes

Ein Überblick über die Philokalia, nach dessen Lesen ich mich in ein mehrstündiges YouTube-Recherche-Interview Loch verloren habe.

Felix Ever After – Kacen Callender

Das erste Young Adult Buch, dass ich 2021 gelesen habe und das mich dem Genre gegenüber etwas wärmer hat werden lassen.

Eine Kurzrezension findet ihr hier.

The putrescent vein – Dorian Bridges 

Zum Lesen inspiriert von den schaurig-schönen YouTube Videos von „Of Herbs and Altars“.

Eine Kurzrezension findet ihr hier.

The Handmaid‘s Tale – Margaret Atwood

Beklemmend gut geschrieben.

The 48 Laws of Power – Robert Geene

„The 48 Laws of Power“ habe ich tatsächlich mit dem bloßen Wunsch es anschließend zu kritisieren. 

Eine Kurzrezension findet ihr hier.

Red, White & Royal Blue – Casey McQuiston

Das Cover war hübsch und die „aesthetic“ TikToks dazu noch hübscher.

Eine Kurzrezension findet ihr hier.

Grundlinien der Philosophie des Rechts – G. W. F. Hegel

Der Fund einer Flohmarkt-Kiste am Straßenrand.

Die Flammende – Kristin Cashore

Eine Leseempfehlung meiner Freundin, die mir endlich wieder eine weite Fantasy-Welt eröffnete.

Goldene Flammen – Leigh Bardugo

Sprachlich angelehnt an den vorhergehenden Roman, inhaltlich irgendwo auch.

Ordeal by Innocence – Agatha Christie

Der einzige Agatha Christie Roman des Jahres und ein voller Erfolg, den ich jederzeit zu 100% weiter empfehlen würde.

Eine Kurzrezension findet ihr hier.

Der blutrote Teppich – Christof Weigold

Eine Flucht in das düster-staubige Nachtleben der 20er Jahre.

Eine Kurzrezension findet ihr hier.

Kleine Schritte mit großer Wirkung – Miriam Junge

Die Bedeutung von Routinen auf 200 Seiten.

Krieg und Frieden – Lew N. Tolstoi

Ein Monumentalwerk, perfekt für verschneite Winterabende (Plural!).

Die besten Geschichten – Edgar Allan Poe

Nach dieser Sammlung konnte ich mich zum ersten Mal wirklich als Edgar Allan Poe Bewunderer bezeichnen.

Carry On – Rainbow Rowell

Harry Potter in abgespaced.

Metaphysik – Aristoteles

Perfekt, wenn man die „Schriftrollen-Anekdote“ mit Inhalt füllen möchte

Goethe – Rüdiger Safranski

Eine Goethe Biographie, die die Weimarer Zeit auf ein paar hundert Seiten wieder zum Leben erweckt.

L‘année de grâce – Kim Liggett

Irgendwo zwischen „The Handmaid‘s Tale“ und „The Hunger Games“ (eine Formulierung, die ich mir leider nicht selbst ausgedacht habe).

Vorlesungen über Ästhetik – G. W. F. Hegel

Ein Werk, das jeder lesen sollte, dem „aesthetics“ als leeres Schlagwort von Zeit zu Zeit doch mal zu viel werden. 

Die Widerspenstige – Penelope Williamson

Tja…

Der Graf von Monte Christo – Alexandre Dumas

Wunderbar!!

Vatermax- Götz Liedtke

Die Lebenswege so vieler Menschen sind es absolut wert einmal literarisches oder filmisch dokumentiert zu werden, Max Liedtkes gehört dazu.

Chronik des Cthulhu-Mythos I – H. P. Lovecraft

Horrorerzählungen, die einem einen Einblick in die Ursprünge des Genres geben; und man sieht der Mensch hatte schon immer Spaß am Gruseln.

Mephisto – Klaus Mann

Ich habe während des Lesens nur noch darauf gewartet, dass auf einmal Marlene Dietrich auftaucht.

Honey Girl – Morgan Rodgers

Ein Werk für die romantisch verlangte Frauen liebende Frau.

Atlas der erfundenen Orte – Edward Brooke-Hitching

Geographie, Kultur und Menschheitsgeschichte verbunden mit wunderschönen Karten.

Ruddy Gore – Kerry Greenwood

Zwei Worte: Phryne Fisher

Urn Burial – Kerry Greenwood

Keine verstaubten Roaring Twenties, sondern farbenfrohes Lebensgefühl

Raisins and Almonds – Kerry Greenwood

Nach Roman Nummer drei wurde mir auch wieder bewusst, dass ich Kerry Greenwood nicht unbedingt für ihren Schreibstil lese…

Death before Wicket – Kerry Greenwood

…aber gleichzeitig kann ungeschliffener Stil auch wieder zum Wiedererkennungselement werden.

Away with the Faries – Kerry Greenwood

Kerry Greenwood schuf wohl die sympathischste Hobbydetektivin der Literaturgeschichte.

Murder in Montparnasse – Kerry Greenwood

Nach jedem Roman um Kerry Greenwood‘s Phryne Fisher wünsche ich mir, dass sie hoffentlich noch viele weitere Bücher publizieren wird.

The Castlemaine Murders – Kerry Greenwood

Teilweise schätze ich Kerry Greenwood‘s Romane sogar mehr als die Verfilmungen.

Queen of Flowers – Kerry Greenwood

1920er Kriminalromane, wie man sie so noch nie gesehen hat.

How to remember anything – Dean Vaughn

Merktechniken für jeden, der bereit ist ein wenig Zeit aufzuwenden.

Feuer der Freiheit – Wolfram Eilenberger

Hannah Arendt in Topform!

Death by Water – Kerry Greenwood

Nach diesem Roman habe ich mich bewusst dazu entschieden eine kleine „Phryne Fisher Pause“ einzulegen, um hoffentlich irgendwann noch ein paar Romane übrig zu haben.

Frau Jenny Treibel – Theodor Fontane

Ein Roman mit einer Person, deren Name der modernste Aspekt der ganzen Geschichte ist.

Miss Merkel – David Safier

Merkel, eine Stimme, die jeden zweitklassigen Kabarettisten auszeichnet.

Geopolitics- Klaus Dodds

Empfehlenswert!

Der alte Mann und das Meer – Ernest Hemingway

Ich weiß bis heute nicht wieso, aber ich habe selten so viel Mitleid mit einer Romanfigur gehabt.

How to take smart notes – Sönke Ahrens

Zettelkasten für Einsteiger und weit Fortgeschrittene.

Sister Outsider – Audre Lorde

Wie eine Art feministisch-beobachtendes Tagebuch.

Logic – Graham Priest

Der Moment, in dem ich gelernt habe, dass Logik sehr viel cooler und durchdachter ist als bloßes Sinnergeben.

Der bewachte Kriegsschauplatz – Kurt Tucholsky

Kein Roman, aber gerade aufgrund des vielzitierten „Soldaten sind Mörder“ ein paar Minuten der eigenen Zeit wert.

Kurt Tucholsky Gesammelte Werke – Kurt Tucholsky

Mein Ergebnis des bewachten Kriegsschauplatz.

Le deuxième sexe I – Simone de Beauvoir

Damit man sich auch wirklich als Feministin bezeichnen kann.

9 1/2 perfekte Morde – Alexander Stevens

Der Beginn meiner bis heute anhaltenden Faszination mit juristisch-unterhaltender Literatur.

Strafe – Ferdinand von Schirach

Eine Sammlung diverser juristischer Gedankenspiele.

Verbrechen – Ferdinand von Schirach

Weitere Geschichten aus der Lebenswelt nicht nur eines Juristen, sondern eines Mann von Welt, der eben diese Welt feinsinnig und ohne Angst vor dem Tragischen aufs Papier bringt.

Die verlorene Ehre der Katharina Blum – Heinrich Böll

Nach Seite 80 habe ich hilfreicherweise gelernt, dass einen Heinrich Böll und einen Heinrich Spoerl gibt, der Rest des Romans war anschließend definitiv weniger verwirrend.

Kim Jiyoung, geboren 1982 – Cho Nam-Joo

Einer dieser Romane, bei dem man ständig den Drang hat die Hauptfigur vor ihrem Leid zu bewahren.

Ich bin Linus – Linus Giese

Eine sehr melancholische Autobiographie.

La chaleur de la raison – Ferdinand von Schirach & Alexander Kluge

Ein wunderbares Gespräch, dessen Elemente ich immer noch gerne zitiere.

Geschichten aus dem Wiener Wald – Ödön von Horváth

Die Gefahren des traditionsgeprägten Dorflebens.

Die geheimen Verführer – Vance Packard

Wieso freier Wille zumindest in der Werbung nicht existiert.

Die rechtschaffenen Mörder – Ingo Schulze

Ein Roman, dessen sämtliche Elemente ich während des Lesens immer wieder, bis zum Ende, hinterfragt habe.

Der Fremde – Albert Camus

Ein Muss für jeden Liebhaber dramatischer Plädoyers.

Noah – Sebastian Fitzek

Das Ergebnis dessen, wenn Kreativität die Realität an Punkten berührt, an denen man es nicht für möglich gehalten hätte.

Die offene Gesellschaft und ihre Feinde I – Karl Popper

Gerade auch die Arbeit hinter dieser gesellschaftstheoretischen Meisterleistung ist ausnahmslos bewundernswert.

Wallenstein – Friedrich Schiller

Ich finde es immer wieder interessant, wie sich die Faszination um historisch bedeutende Persönlichkeiten durch alle Dekaden der Geschichte zieht.

Die 120 Tage von Sodom – Donatien Alphonse François de Sade

Ich fürchte, man kann dieses Werk nicht ohne schlechtes Gewissen empfehlen, unterhaltsam ist es dennoch irgendwo, alleine schon wegen des Überraschungseffekts.

A Court of Thorns and Roses – Sarah J. Maas

Ein Fantasy Roman, dessen Idee der Weltendarstellung zumindest auf mich einen sehr originellen Eindruck machte. 

Richtiges Lernen für Jurastudenten und Rechtsreferendare – Andreas Klaner

Konkrete Lerntipps, die man einfach einmal im Leben gehört haben sollte.

Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull – Thomas Mann

Ein Roman, auf dessen Figuren sich einzulassen einfach Spaß macht.

Der Bewohner – David Jackson

Ein Thriller der zeigt, wie hoch man seine Privatsphäre tatsächlich schätzen kann, gerade auch dort wo sie – über den vielerwähnten Datenschutz hinaus – physisch am selbstverständlichsten scheint.

A Court of Mist and Fury – Sarah J. Maas

Der zweite Teil der bereits erwähnten Fantasy Reihe der Sarah J. Maas.

Die Venus im Pelz – Leopold von Sacher-Masoch

Einfach ganz oberflächlich gedacht meiner Meinung nach einer der schönsten Romantitel überhaupt.

Das Joshua-Profil – Sebastian Fitzek

Tatsächlich so beklemmend, dass ich gegen Mitte auf die Wikipedia Zusammenfassung umgestiegen bin.

Der Stechlin – Theodor Fontane

Perfekter Ausgleich zu Fitzek, denn hier zählt mit dem ruhigen Gespräch nur das eine.

Die offene Gesellschaft und ihre Feinde II – Karl Popper

Gerade auch im Hinblick auf die Wiederaufkommens Marx Faszination sicherlich interessant, wenn man sich eine differenziertere Meinung rund um die Kapitalismus-Kritik der vergangenen Jahrzehnte und Jahrhunderte erarbeiten möchte.

A Court of Wings and Ruin – Sarah J. Maas

Der dritte Teil der Fantasy Triologie von Sarah J. Maas.

Das 80/20 Prinzip – Richard Koch

Ein Werk, das ich am liebsten immer all denen empfehlen würde, die um ein besseren Zeit Management ringen. 

Versteckt: Dunkle Geschichten – Simon Beckett

Diese gruselige Kurzgeschichten Sammlung hat mich fast zum Beckett Fan gemacht.

Candide ou l‘optimisme – Voltaire

„Candinde ou l‘optimisme“, für mich die moderne Version des Simplicissimus von Grimmelshausen.

Die Dreigroschenoper – Bertold Brecht

Nachdem ich zunächst sogar zwei Verfilmungen des Romans gesehen habe (beide haben mich sehr begeistert!) kam ich in diesem Jahr endlich dazu auch das „Original“ zu lesen.

The Girls I‘ve been – Tess Sharpe

Das perfekte Buch, wenn man einmal Lust auf unnahbare Hauptfiguren mit tragischer Lebensgeschichte hat.

Der Maulkorb – Heinrich Spoerl 

Für mich nicht so gut wie die phänomenale „Feuerzangenbowle“ aber sicherlich nicht weniger empfehlenswert.

Das Grundgesetz

Handlung ehr weniger spannend, dafür umso origineller.

Six of Crows – Leigh Bardugo

Einer der besten Fantasy Romane, die ich je gelesen habe.

Miss Bensons Reise – Rachel Joyce

Eine dieser Geschichten um zwei liebenswert schrullige Figuren, die zusammenfinden, frei nach dem Motto „Gegensätze ziehen sich an“.

Der Donnerstags Mordclub – Richard Osman

Coole Omas.

Der Großinquisitor – Fjodor M. Dostojewski

Ein Teil der „Brüder Karamasow“, den ich fast vergessen hatte und in diesem Jahr zufällig wiederentdecken konnte.

Crooked Kingdom – Leigh Bardugo

Der nachfolgende Teil zu „Six of Crows“, den ich sogar ein zweites Mal gelesen habe.

Der Frauenmörder – Hugo Bettauer

Wer Agatha Christie‘s „Alibi“ mochte, wird „Der Frauenmörder“ sicherlich lieben!

Die Welt von Gestern – Stefan Zweig

Wunderbar!!!

Jugend ohne Gott – Ödön von Horvàth

Wieder einer dieser Texte, in dem es der Autor geschafft hat, eine beklemmend-faszinierende Ausweglosigkeit darzustellen.

Schachnovelle – Stefan Zweig

Nachdem ich zuerst „Die Welt von Gestern“ gelesen hatte, war es umso schöner einen tieferen Einblick in Stefan Zweigs Schreibkunst zu erhalten.

Der Idiot – Fjodor Dostojewski

Dostojewskis Beobachtungsgabe rund um das menschliche Leid und Leben (und schöne Frauen) wird in „Der Idiot“ ganz besonders bewiesen

Kaiser und Galiläer – Henrik Ibsen

Ein düsteres „Nathan der Weise“.

Der Tintenfischer – Wolfgang Schorlau

Der Versuch Kriminalromane politisch zu gestalten geht leider oft zu Lasten des Unterhaltungswerts.

Percy Jackson „Diebe im Olymp“ – Rick Riordan

Das Ergebnis des ewigen Drängens mehrerer Freundinnen…

Ein Gentleman in Moskau – Amor Towles

Dieses Buch enthielt alles, was ich mir von einem guten historisch-politischen Roman erwartet hatte.

Madame Bovary – Gustave Flaubert

Das war bereits das dritte Mal, das ich die Bovary gelesen habe und jedes Mal entdeckte ich neue Details, die mich an Gustave Flauberts Werk begeistern.

Die App – Arno Strobel

Ein Thriller, der mich mit dem Gedanken „überarbeite deine Privatsphäre Einstellungen!!!!“ zurückgelassen hat.

Der Spiegelmann – Lars Kepler

Ein richtig guter Thriller.

Miss Benson‘s Beetle – Rachel Joyce

Ein weiteres Mal gelesen, einfach weil es so schön war.

Blutengel – Lotte Petri

Spannend und gefüllt mit den klassischen Thriller Elementen.

Clockwork Angel – Cassandra Clare

Wenn man sich auf rund 400 Seiten über auf der Hand liegende, aber dennoch nicht genutzte Übersetzungsmöglichkeiten lustig machen möchte, ist das DER Roman!

Das Böse in ihr – Camilla Way

Ein weiteres Ergebnis meiner Thriller-Phase Mitte des Jahres.

Flammenkinder – Lars Kepler

Lars Keplers Romane habe ich erst in diesem Jahr entdeckt und ich fand sie unglaublich spannend.

Sapiens – Yuval Noah Harari

Ein Buch, dessen Inhalte vor allem dahingehend faszinierend waren, als dass sie überraschend naheliegend waren, ohne dass man diesen Ideen bereits oft begegnet wäre.

The Seven Husband‘s of Evelyn Hugo – Taylor Jenkins Reid

Hammer!

Ansichten eines Clowns – Heinrich Böll

Ebenfalls „Hammer!“, nur in nachdenklicher.

Vater Unser – Jilliane Hoffman

Noch ein Thriller, an dessen Inhalt ich mich jedoch kaum noch erinnerten kann, was jedoch sicherlich ehr meine Schuld ist, als die des Buches.

Der Bergkristall – Adalbert Stifter

Ein stilistischer Vorgeschmack zum „Nachsommer“.

Der Nagel – Pedro Antonio de Alarcón

Wenn ich de Alarcón hier augenzwinkernd einen Schirach Vorgänger nenne, meine ich das ohne Einschränkung positiv.

Homo Deus – Yuval Noah Harari

Wer nach „Sapiens“ das Bedürfnis hat, sich noch weiter von Yuval Noah Hararis Überlegungen zum Nachdenken über die Menschheit anregen zu lassen, wird mit „Homo Deus“ wieder richtig liegen.

Letzte Einkehr – Imre Kertész

Der wunderbarste, melancholischste, beobachtendste Tagebuchroman, den ich je gelesen habe.

Der Spieler – Fjodor Dostojewski

Das komischste Dostojewski Werk, das ich bis jetzt gelesen habe.

Dreigroschenroman – Bertolt Brecht

Der „Dreigroschenroman“ – Dreigroschenoper Pro

Tonio Kröger – Thomas Mann

Wenn man einmal über ein paar hundert Seiten in hanseatischen Lebensidealen schwelgen möchte…

Also sprach Zarathustra – Friedrich Nietzsche

Was soll ich sagen, es hat Spaß gemacht ihn zu lesen.

Der zerbrochene Krug – Heinrich von Kleist

Das erste Mal, dass ich Kleist auf komischere Art kennen gelernt habe.

Naked Lunch – William S. Burroughs

Das verrückteste Werk des Jahres.

Der Nachsommer – Adalbert Stifter

Der perfekte Roman für einen sonnigen spätsommerlichen Nachmittag und entgegen seines Rufes – jedenfalls für mich – garnicht langweilig.

Jeder Mensch – Ferdinand von Schirach

Eine Liebeserklärung an die Demokratie.

Hidden Worlds – Mikkel Robrahn

Harry Potter mit etwas weniger Tiefe und etwas mehr Humor.

Circe – Madeline Miller

Die wunderschönste Neuinterpretation der alten Sage um Circe.

Unorthodox – Deborah Feldman

Deborah Feldmans Flucht aus ihrer chassidischen Gemeinde und den erdrückenden Erwartungen, denen sie dort über Jahre ausgesetzt war.

Hamnet – Maggie O‘Farrell

Der Tod eines Kindes; ich glaube es gibt kein anspruchsvolleres Motiv, dem sich eine Autorin widmen kann.

Was sie nicht umbringt – Liza Cody

Die Hauptfigur dieses Kriminalromans hat definitiv das Potential zur verschrobenen Tatort-Kommissarin.

Rich Dad Poor Dad – Robert Kiyosakis

Finanztipps, mit wahrem Kern aber wenig Emphatie.

Villa Kérylos – Adrien Goetz

Tragische und wunderschöne Lebensaugenblicke durch die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts, um einen Ort der Liebe, Kunst und gebändigter Natur.

The Secret History – Donna Tart

Empfehlen muss man diese Geschichte voller Selbstironie, Narzissmus und Hedonismus wohl schon lange nicht mehr.

Die Schlange im Wolfspelz – Michael Maar

Noch nie wurde über Literatur so intelligent und humorvoll geschrieben.

Die Rückkehr – Lone Thelis

Wenn ein verschwundener Mensch nach Jahren zurückkehrt ist das nur so lange ein glücklicher Moment, bis Zweifel ob der wahren Identität der Vermissten aufkommen.

Die Abenteuer des Fliegers von Tsingtau – Gunther Plüschow

Für mich als Liebhaber von Luftfahrtgeschichte ein autobiographisches Muss!

Twelve Angry Men – Reginald Rose

Wenn 12 Männer über das Schicksal eines Mörders abstimmen sollen, an wem hängt dann die Schuld?

Eurotrash – Christian Kracht

Ein Roman, der allem Anschein nach entweder gefeiert oder gehasst wird, ich zähle mich zu der ersten Kategorie. 

Justice: What‘s the Right Thing to Do? – Michael Sandel

Dieses Buch hat mich immer wieder dazu gebracht alles zu hinterfragen, was ich glaubte über Recht und Gerechtigkeit zu wissen.

Der Process – Franz Kafka

Ist der Rechtsstaat nicht irgendwo ein groß angelegtes Ponzi-System?

Das Ende der Geduld – Kirsten Heisig

„Das Ende der Geduld“ zeigt fast schon anklagend auf, wie der Staat und das System immer wieder Probleme aus dem Radar fallen lassen, zu Lasten aller Beteiligter.

Die Würde ist antastbar – Ferdinand von Schirach

Eine Liebeserklärung an die Demokratie, er kann es einfach nicht lassen.

Underground Railroad – Colson Whitehead

„And America, too, is a delusion, the grandest one of all.“ (Colson Whitehead)

The Priory of the Orange Tree – Samantha Shannon

Ein Fantasy Roman, wie ich ihn noch nie gelesen habe; die Motive kannte man, die Umsetzung war überragend.

Vielen Dank fürs Lesen!

Die Shortlist meiner Leseliste für 2021

Es wäre eine Lüge zu sagen, die folgenden acht Bücher und Autoren würden dem Umfang meiner zukünftigen Leseliste auch nur annähernd nahe kommen, dennoch handelt es sich bei diesen Werken um solche, die ich unbedingt in naher Zukunft gelesen haben möchte.

Im Vergleich zu meinen anderen sogenannten „tbr“s („tbr“ = „to be read“) besteht diese Shortlist größtenteils aus Büchern, die ich als Empfehlungen in anderen Texten oder von anderen Bloggern entdeckt habe, weshalb sie auch lesetechnische Priorität erlangen konnten.

9 1/2 perfekte Morde: Wenn Schuldige davon kommen – Ein Strafverteidiger deckt auf

„Zweifellos hat es perfekte Morde gegeben, sonst wüsste man ja etwas von ihnen.“ (Alfred Hitchcock)

„9 1/2 perfekte Morde“ von Alexander Stevens habe ich über Elena Handtrack entdeckt und ich fand das Konzept des Buches sofort so interessant, dass es mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf gehen wollte. Gerade auch, da ich mich 2021 mehr mit juristisch angehauchten, beziehungsweise inspirierten, Texten befassen möchte, passt „9 1/2 perfekte Morde“ perfekt auf meine Leseliste 2021.

Philosophisches Taschenwörterbuch

„Ich bin nicht einverstanden mit dem, was Sie sagen, aber ich würde bis zum Äußersten dafür kämpfen, dass Sie es sagen dürfen.“ (Voltaire)

Mein Wunsch Voltaires berühmtes „Philosophisches Taschenwörterbuch“ zu lesen entsprang meinem „Kulturgeschichte der Menschheit“-Marathon gegen Ende von 2020. In dem Band aus Will und Ariel Durants Reihe, der dem Zeitalter Voltaires gewidmet ist, wurde das „Philosophische Taschenwörterbuch“ mehrmals erwähnt und ist infolgedessen schnell auf meiner 2021 tbr-Liste gelandet.

Über die Kunst, nüchtern und präzise zu philosophieren

Auch an diesem Werk sieht man wieder deutlich, dass ich mich in diesem Jahr nicht nur mit „der Juristerei“, sondern auch mit „der Philosophie“ beschäftige. Ich muss zugeben, dass ich nicht mehr genau weiß wie „Über die Kunst, nüchtern und präzise zu philosophieren“ in die Sammlung meiner Wunschbücher für 2021 gekommen ist, aber bei erneutem Durchlesen schien das Werk plötzlich aufgetaucht zu sein. (Anmerkung: Bei genauerer Recherche habe ich erfahren, dass „Über die Kunst, nüchtern und präzise zu philosophieren“ ein Werk des Philosophen Anton Wilhelm Amo ist. Dieser war ein schwarzer Philosoph der Gegenwart, sein Werk scheint auf den ersten Blick jedoch leider entweder verschollen, oder nur sehr schwer auffindbar. Ich werde mich dennoch weiter auf die Suche begeben.)

Die Tsantsa Memorien

„Was einmal ein Objekt der Kultur war, ist immer auch ein Objekt der Barbarei. Und wenn wir das bedenken, dann gehen wir vielleicht vorsichtiger, mitleidiger und emphatischer mit der Welt um.“ (Jan Koneffke zitiert Walter Benjamin)

„Die Tsansta Memorien“ von Jan Koneffke erschienen im September letzen Jahres und bereits seit Dezember 2020 befindet sich der Roman auch bereits bei mir zu Hause. Trotz dieser mehr oder weniger perfekten Vorbereitung bin ich seitdem noch nicht über Seite eins herausgekommen. Es bleibt also ein spannendes Leseprojekt für dieses Jahr.

Shanghai ’37

„Berlin war so herrlich lebendig, so geladen mit einer seltsamen Elektrizität“ (Vicki Baum)

Vicki Baums „Schanghai ’37“ fiel mir vor allem aufgrund meiner sofortigen Assoziation mit der wunderbaren Marlene Dietrich in „Shanghai Express“ ins Auge. Danach war es die Biographie der Autorin selbst, eine der bekanntesten der Weimarer Republik, die mein Interesse weiter weckte.

The Handmaid’s Tale

„Don’t let the bastards grind you down.“

Es gibt wenig bedeutendere Gründe hinter der Wahl von Margaret Atwoods Roman „The Handmaid’s Tale“, als die bloße Tatsache, dass ich mittlerweile so oft davon gehört habe, dass ich mich mittlerweile selbst einmal mit dem Werk befassen möchte.

Clarice Lispector

„I only achieve simplicity with enormous effort.“

In diesem Fall ist es kein spezielles Werk, kein spezieller Roman, sondern eine Autorin, die mich fasziniert. Ende letzten Jahres las ich in der Zeit einen Artikel über die brasilianische Schriftstellerin und habe es mir seither zum Ziel gesetzt mindestens eines ihrer Werke, bevorzugt einen Roman oder eine Kurzgeschichte, zu lesen.

John Le Carré

„Einmal ein Spion, immer ein Spion – Ich glaube das ist vollkommen richtig.“

Wieder war es ein Zeitungsartikel, der mein Interesse an einem, mir bis dato unbekanntem, Autoren wecke. John Le Carré, selbst ein Mitarbeiter des britischen Geheimdienstes, wurde um 1960 mit seinen Agentenromanen zu einem der erfolgreichen Schriftstellern des Genres. Für mich persönlich war dies Grund genug, einen genaueren Blick auf seine Werke zu werfen, vor allem da ich auch in der Vergangenheit immer wieder eine besondere Schwäche für Spionageromane hatte.

Bücher für lange Winterabende

Es wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben, weshalb es gerade Winternächte sind, in denen Texte und Bücher eine völlig neue Unterhaltungsebene zu erreichten scheinen.

Hier also ein Liste, der Bücher, die ich für eben diese Momente besonders empfehlen kann.

Mord im Orient Express

„My name is Hercule Poirot and I am probably the greatest detective in the world“

Agatha Christie schrieb „Mord im Orient Express“ (im Originalen „Murder on the Orient Express“), einen Kriminalroman rund um den genialen Hercule Poirot im Jahr 1933. Spätestens seit der spektakulären Neuverfilmung 2017 wird den meisten wenigstens die ungefähre Handlung ein Begriff sein und ich bin mir sicher, dass jeder der an dieser Verfilmung Gefallen fand, auch das Original schätzen wird. Neben Werken wie „Alibi“ und „And Then There Were None“ gehört „Mord im Orient Express“ für mich persönlich zu den absoluten Meisterwerken Agatha Christies, auch wenn diese Wahl manchen eventuell zu offensichtlich erscheinen könnte.

Die Atmosphäre und Spannung, die in „Mord im Orient Express“ rund um Detektiv und Mord gewoben wird ist prädestiniert dafür, an winterlichen Nachmittagen verschlungen zu werden.

Die Brüder Karamasow

„Das Leben ist ein Paradies, und alle sind wir im Paradiese, wir wollen es nur nicht wahrhaben; wenn wir es aber wahrhaben wollten, so würden wir morgen im Paradiese sein.“

„Die Brüder Karamasow“ wurden von Fjodor Michailowitsch Dostojewski gegen Ende des 19. Jahrhunderts verfasst und sind somit, eine Information für alle Liebhaber des autobiographischen Lesens, ein Werk, das gewissermaßen von den letzten Schaffensjahren des russischen Schriftstellers geprägt wurde.

Für mich sind „Die Brüder Karamasow“ ein Lebenswerk in jeder Hinsicht. Zum einen Aufgrund des Autors selbst, zum anderen aufgrund der Handlung und der Charaktere, aber auch, da es ein Werk ist, welches ich vermutlich lange Zeit selbst als einen der Romane nennen werde, der mich auch nach dem Lesen immer weiter begleitet.

„Die Brüder Karamsow“ ist ein Werk für jeden, der historische Texte, Klassiker der Weltliteratur, philosophische Gespräche und tiefgreifende Figurendynamiken zu schätzen weiß.

Meditationes de prima philosophia

„Da es ja immer noch ich bin, der zweifelt, kann ich an diesem Ich, selbst wenn es träumt oder phantasiert, selber nicht mehr zweifeln.“

In meinem letzen persönlicheren Blogbeitrag habe ich bereits den oft zitierten Ulmer Winter von René Descartes angesprochen und „Meditationes de prima philosophia“ ist das passende Werk hierzu. Der Legende nach entstanden während der Wirren des Dreißigjährigen Krieges, als Descartes in einem besonders harten Winter in der Umgebung von Ulm gestrandet war, unter Umstände die Ursprünge seiner Erkenntnistheorie.

Aufgrund dessen ist wohl kaum ein philosophisches Werk besser als winterliche Lektüre geeignet, als ein solches, welches dort seine Wurzeln fand.

Anna Karenina

„Als ob ihr Wesen von irgendeinem Übermaß derart übervoll wäre, dass es gegen ihren Willen bald im Funkeln des Blicks, bald im Lächeln zum Ausdruck käme.“

Um ein letztes Mal in diesem Beitrag bei den großen russischen Autoren zu bleiben, hier ein weiterer literarischer Klassiker, den man sicherlich nicht gelesen haben *muss*, den gelesen zu haben aber durchaus eine Bereicherung sein kann.

Ich selbst hielt Leo Tolstois „Anna Karenina“ lange Zeit für einen Roman, dem ich nicht abgewinnen werden könnte, jedoch wurde ich während des Lesens schnell eines besseren belehrt. Ähnlich wie „Die Brüder Karamasow“ wird dem Leser auch in diesem Werk eine unglaubliche Sprachgewalt voller Leben gezeigt, die man schnell lieben lernt.

Der Zauberberg

„Prägen Sie sich immerhin ein, daß Toleranz zum Verbrechen wird, wenn sie dem Bösen gilt.“

Da ich es auf diesem Blog unter Umständen noch nicht erwähnt habe, hier die offizielle Bekanntmachung: Ich bin ein großer Liebhaber der Werke Thomas Manns. Kann ich diese Aussage treffen, da ich jedes einzelne seiner Werke gelesen und geliebt habe? Nein. Aber die Tatsache, dass ich bis heute keinen Text und keinen Roman von Mann gelesen habe, dem ich nichts abgewinnen konnte, spricht für sicht.

Auch „Der Zauberberg“ gehört zu den Romanen, die ich liebe, da sie sich über eine Ewigkeit zu erstrecken scheinen. (Freunde schnelllebiger Texte, werden das Werk also wahrscheinlich ehr in Auszügen schätzen können.) Es vereint eine Vielzahl an Themen rund um das Leben, Lieben, Denken und darüber hinaus. Darüber hinaus gibt es in „Der Zauberberg“, wie es sich für mich in einem guten Roman gehört, einen Erzähler, der auf bestimmte weise überraschend detailliert beschreibt, sodass man als Leser in die Welt des Romans förmlich hineingezogen wird.

Bücher, die man 2021 gelesen haben sollte

Dies ist eine kleine Übersicht über die Bücher, die ich momentan besonders häufig weiter empfehle und die mich in den letzten Jahren auffällig oft begleitet haben. Wer also noch Inspiration für die diesjährige Leseliste sucht, ist hier herzlich willkommen.

Ich hoffe ich kann mit ein paar meiner Empfehlungen eure literarischen Vorsätze für 2021 etwas bereichern und wünsche euch allen ein schönes neues Jahr!

Ruth Bader Ginsburg – 300 Statements der berühmten Supreme-Court-Richterin

„When there are nine.“

Helena Hunt brachte diese Sammlung kurzer und längerer Zitate Ruth Bader Ginsburgs rund um das Leben, das Recht und die Gesellschaft im September letzen Jahre heraus und nur wenige Monate später lag es bereits bei mir auf dem Schreibtisch. Neben den, ohne Frage, grandiosen „Statements“, hat mir überdies auch sehr gefallen, wie immer wieder auf bekannte Fälle und den (akademischen) Lebenslauf Ruth Bader Ginsburgs eingegangen wurde. Dieses Buch ist definitiv eine Empfehlung für jeden, der sich mehr mit Recht, Feminismus, Gleichstellung oder auch ganz im Allgemeinen mit bedeutenden Personen dieses Jahrhunderts auseinandersetzen möchte.

The Colour of Time – A New History of The World, 1850-1960

„The world has always been as vivid, immediate and colourful as it seems to us today.“

Irgendwo zwischen Bildband (wählt man die gebundene Ausgabe) und geschichtlichem Weltatlas findet sich „The Colour of Time“. Ein Buch, in welchem Marina Amaral und Dan Jones in doppelseitigem Format die bedeutendsten Ereignisse und Personen der Jahrzehnte von 1850 bis 1960 darstellen. Während die Texte selbst in ihrer Funktion als kurz zusammengefasste Erklärung ihre Hauptfunktion bereits erfüllt haben, was soll man auch mehr verlangen, sind es gerade die Photographien gewesen, die „The Colour of Time“ seinen besonderen Reiz verschafft haben. Jedes einzelne diese Bilder war aufwändig koloriert worden und allein aufgrund dieser Tatsache, trat jedes historische Geschehen mit besonderer Bedeutungsgewalt hervor.

Garten über dem Meer

„Ich habe schon immer gerne erfahren, was den Leuten so alles passiert, und das nicht etwa, weil ich neugierig wäre…Eher, weil ich Menschen mag […]“

Ich muss an dieser Stelle zugeben, dass ich vor dem Lesen von Mercé Rodoredas Roman „Garten über dem Meer“ noch nie weder von Werk noch Autorin gehört hatte. (Es war letztendlich tatsächlich der Einband der wunderschönen Schmuckausgabe gewesen, der mich zum Lesen bewegt hatte.) Hätte Agatha Christie ein Werk im Stil Thomas Manns geschrieben, das Ergebnis wäre wahrscheinlich mit „Garten über dem Meer“ vergleichbar gewesen und das kommt in meiner persönlichen Bewertungsskala einem der Höchstpunktzahl gefährlich nahe kommendem Ergebnis gleich.

Durant – Kulturgeschichte der Menschheit

„Bildung ist eine zunehmende Erkenntnis der eigenen Dummheit“

Mitte Oktober habe ich mich gewissermaßen an das literarisches Selbstexperiment gewagt Will und Ariel Durants „Kulturgeschichte der Menscheit“ bis Weihnachten zu lesen. Fazit: Es ist möglich! Ich war von jedem Text aufs Neue begeistert. Der überaus detaillierte Überblick über bekannte, oder auch bedeutende aber weniger Bekannte, Personen und Werke der Weltgeschichte, wer der Punkt, der diese Reihe für mich so besonders gemacht hat. Diese knapp 20 Bücher scheinen einen Wissensumfang zu beinhalten, der einem Vielfachen dieser Menge ohne Weiteres entspricht.

Kaffee und Zigaretten

„Vor 54 Jahren, am Tag meiner Geburt, verhängte die Liga der Arabischen Staaten einen Import-Boykott über einen englischen Hersteller von Regenmänteln, die Firma Burberry.“

Ferdinand von Schirachs neuestes Werk erschien zu Beginn dieses Jahres und ich hätte wahrscheinlich nie dannach gegriffen, wäre es mir nicht mehrmals von Freunden empfohlen worden. Nach dem Lesen schließlich bereute ich fast von Schirach als Autor nicht bereits früher „entdeckt“ zu haben. („Entdeckt“ hier in Anführungszeichen, denn wir erinnern uns, ich musste zu meinem Glück gezwungen werden.) „Kaffee und Zigaretten“ liest sich wunderbar es war eines dieser Werke, die ich so liebe, weil sie Lebensgeschichten gekonnt anskizzieren und verweben. Der Leser erhält hier Einblicke in Facetten einer Autobiographie, die einen mit nachdenklichem Blick auf das Leben selbst zurücklassen.