Die Shortlist meiner Leseliste für 2021

Es wäre eine Lüge zu sagen, die folgenden acht Bücher und Autoren würden dem Umfang meiner zukünftigen Leseliste auch nur annähernd nahe kommen, dennoch handelt es sich bei diesen Werken um solche, die ich unbedingt in naher Zukunft gelesen haben möchte.

Im Vergleich zu meinen anderen sogenannten „tbr“s („tbr“ = „to be read“) besteht diese Shortlist größtenteils aus Büchern, die ich als Empfehlungen in anderen Texten oder von anderen Bloggern entdeckt habe, weshalb sie auch lesetechnische Priorität erlangen konnten.

9 1/2 perfekte Morde: Wenn Schuldige davon kommen – Ein Strafverteidiger deckt auf

„Zweifellos hat es perfekte Morde gegeben, sonst wüsste man ja etwas von ihnen.“ (Alfred Hitchcock)

„9 1/2 perfekte Morde“ von Alexander Stevens habe ich über Elena Handtrack entdeckt und ich fand das Konzept des Buches sofort so interessant, dass es mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf gehen wollte. Gerade auch, da ich mich 2021 mehr mit juristisch angehauchten, beziehungsweise inspirierten, Texten befassen möchte, passt „9 1/2 perfekte Morde“ perfekt auf meine Leseliste 2021.

Philosophisches Taschenwörterbuch

„Ich bin nicht einverstanden mit dem, was Sie sagen, aber ich würde bis zum Äußersten dafür kämpfen, dass Sie es sagen dürfen.“ (Voltaire)

Mein Wunsch Voltaires berühmtes „Philosophisches Taschenwörterbuch“ zu lesen entsprang meinem „Kulturgeschichte der Menschheit“-Marathon gegen Ende von 2020. In dem Band aus Will und Ariel Durants Reihe, der dem Zeitalter Voltaires gewidmet ist, wurde das „Philosophische Taschenwörterbuch“ mehrmals erwähnt und ist infolgedessen schnell auf meiner 2021 tbr-Liste gelandet.

Über die Kunst, nüchtern und präzise zu philosophieren

Auch an diesem Werk sieht man wieder deutlich, dass ich mich in diesem Jahr nicht nur mit „der Juristerei“, sondern auch mit „der Philosophie“ beschäftige. Ich muss zugeben, dass ich nicht mehr genau weiß wie „Über die Kunst, nüchtern und präzise zu philosophieren“ in die Sammlung meiner Wunschbücher für 2021 gekommen ist, aber bei erneutem Durchlesen schien das Werk plötzlich aufgetaucht zu sein. (Anmerkung: Bei genauerer Recherche habe ich erfahren, dass „Über die Kunst, nüchtern und präzise zu philosophieren“ ein Werk des Philosophen Anton Wilhelm Amo ist. Dieser war ein schwarzer Philosoph der Gegenwart, sein Werk scheint auf den ersten Blick jedoch leider entweder verschollen, oder nur sehr schwer auffindbar. Ich werde mich dennoch weiter auf die Suche begeben.)

Die Tsantsa Memorien

„Was einmal ein Objekt der Kultur war, ist immer auch ein Objekt der Barbarei. Und wenn wir das bedenken, dann gehen wir vielleicht vorsichtiger, mitleidiger und emphatischer mit der Welt um.“ (Jan Koneffke zitiert Walter Benjamin)

„Die Tsansta Memorien“ von Jan Koneffke erschienen im September letzen Jahres und bereits seit Dezember 2020 befindet sich der Roman auch bereits bei mir zu Hause. Trotz dieser mehr oder weniger perfekten Vorbereitung bin ich seitdem noch nicht über Seite eins herausgekommen. Es bleibt also ein spannendes Leseprojekt für dieses Jahr.

Shanghai ’37

„Berlin war so herrlich lebendig, so geladen mit einer seltsamen Elektrizität“ (Vicki Baum)

Vicki Baums „Schanghai ’37“ fiel mir vor allem aufgrund meiner sofortigen Assoziation mit der wunderbaren Marlene Dietrich in „Shanghai Express“ ins Auge. Danach war es die Biographie der Autorin selbst, eine der bekanntesten der Weimarer Republik, die mein Interesse weiter weckte.

The Handmaid’s Tale

„Don’t let the bastards grind you down.“

Es gibt wenig bedeutendere Gründe hinter der Wahl von Margaret Atwoods Roman „The Handmaid’s Tale“, als die bloße Tatsache, dass ich mittlerweile so oft davon gehört habe, dass ich mich mittlerweile selbst einmal mit dem Werk befassen möchte.

Clarice Lispector

„I only achieve simplicity with enormous effort.“

In diesem Fall ist es kein spezielles Werk, kein spezieller Roman, sondern eine Autorin, die mich fasziniert. Ende letzten Jahres las ich in der Zeit einen Artikel über die brasilianische Schriftstellerin und habe es mir seither zum Ziel gesetzt mindestens eines ihrer Werke, bevorzugt einen Roman oder eine Kurzgeschichte, zu lesen.

John Le Carré

„Einmal ein Spion, immer ein Spion – Ich glaube das ist vollkommen richtig.“

Wieder war es ein Zeitungsartikel, der mein Interesse an einem, mir bis dato unbekanntem, Autoren wecke. John Le Carré, selbst ein Mitarbeiter des britischen Geheimdienstes, wurde um 1960 mit seinen Agentenromanen zu einem der erfolgreichen Schriftstellern des Genres. Für mich persönlich war dies Grund genug, einen genaueren Blick auf seine Werke zu werfen, vor allem da ich auch in der Vergangenheit immer wieder eine besondere Schwäche für Spionageromane hatte.

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