Agatha Christie und die Kunst des Kriminalromans

07.01.22 | Agatha Christie und die Kunst des Kriminalromans

Zu Weihnachten habe ich von meinem Bruder einen Thalia Gutschein geschenkt bekommen, wodurch ich die Gelegenheit hatte spontan zwei, drei Bücher zu kaufen, ohne mir zuvor zu überlegen, was eigentlich gerade auf meiner Liste steht. (Nicht, weil ich das sonst nicht auch könnte, sondern weil ich Gutscheine gerne auch dafür hernehme, mich mit einer Kleinigkeit sozusagen zu überraschen)

Am Ende bestand meine Ausbeute aus einem historischen Roman und zwei Kriminalromanen. Um den Roman („Die Dame hinter dem Vorhang“) soll es an dieser Stelle aber nicht weiter gehen.

Die Kriminalromane, das waren „Das Geheimnis der goldenen Schnalle“ und „Das Geheimnis von Sittaford“ von Agatha Christie.
Ein Geheimnis ist offensichtlich nicht die Titelsystematik der deutschen Christie Übersetzungen.

„Das Geheimnis der goldenen Schnalle“ habe ich gerade noch heute Nacht beendet. Mir ist bei beiden Roman wieder einmal aufgefallen, weshalb ich gute Krimis immer auch über ihre konkrete Handlung hinaus bewundernswert finde.

Was den Aufbau angeht, teilt der Kriminalroman sein Schicksal mit dem klassischen Thriller. Bei beiden weiß man doch recht genau wie es ausgehen soll, denn der Ausgangspunkt dafür wurde schon zu Beginn gesetzt. Es gibt ein Rätsel (meist einen Mord), also muss es auch etwas (meist eine Person, regelmäßig zwei, selten mehrere) dahinter geben. Das ist das Grundproblem.

Problem Nummer zwei ist Folgendes: Es ist selten sinnvoll einen Täter zu wählen, den der Leser erst in der letzten Seite kennenlernt. Ein guter Krimiautor muss es also irgendwie schaffen, mit möglichst früh auftretenden Charakteren Spannung aufzubauen und ihnen bei Bedarf passende neue Facetten anzudichten.

Da gibt es nun zwei Möglichkeiten, die die Grenzen eines allgemeinen Krimi-Handlungssprektrums stellen.

1. Die Vorabend-Krimi Deklination:

Der Täter wird hier bereits zu Beginn (als Angehöriger oder Verdächtiger) vorgestellt, dann jedoch abwechselnd von anderen Verdächtigen mit stichhaltigeren Beweisen abgelöst, um anschließend durch einen neuen schockierenden Beweis doch überführt zu werden.

(Der sehr gute Krimiautor hebt sich bei der Vorabend-Krimi Deklination übrigens dann leicht von seinen Kollegen ab, wenn er es schafft, das Motiv des Täters so zu gestalten, dass es gerade so überraschend kommt, dass es der aufmerksamste Leser oder Zuhörer mit viel Kreativität doch noch hätte erkennen können.)

2. Die ratlose Masse:

Kurz: Alle sind verwirrt und sich dessen auch bewusst. Die Reihenfolge, nach der die Charaktere vorgestellt werden, erlaubt keine Hinweise darauf, wer wahrscheinlicher Täter war oder nicht. Besonders ist vor allem, dass der Ermittler lange Zeit selbst wissentlich im Dunkeln tappt.

In beiden Kategorien aber entstehen Erwartungshaltungen, denn der versierte Leser wird diese Strukturen erkennen und mit neuen Mustern ausgearbeitet sehen wollen.

Das Problem entstand für mich bei „Das Geheimnis von Sittaford“

In diesem Roman wurde die Vorabend-Krimi Deklination sehr simpel eingebaut.
Wen man zuerst kennenlernte, war Täter. An sich ist das immer noch der beste Weg zum Klassiker. Problematisch wurde es aber mit der Auflösung. Nachdem ich alle Figuren relativ ereignislos kennengelernt hatte, habe mich auf eine phänomenale Agatha Christie typische Auflösung à la „Mord im Orient Express“ oder „And then there were none“ gefreut, aber als es gerade spannend wurde, wurde der Täter einfach als der Herr vom Anfang entlarvt. So viel verschenktes Potenzial.

In „Das Geheimnis der goldenen Schnalle“ wurde das Ganze jedoch wieder sehr, sehr schön gelöst

…und es hat unglaublich viel Spaß gemacht zu lesen.

Es zeigt sich offensichtlich wieder, dass es erfolgversprechend ist, wenn den ungeschriebenen Regeln des Kriminalromans durch den Autor irgendwo Folge geleistet wird. Schließlich hat man auch nur eine gewisse Menge von Charakteren, mit denen man spielen können muss.

Mein literarischer Jahresrückblick 2021

Texte aller Art, die mich 2021 begleitet und auf unterschiedlichste Weise fasziniert haben. Dazu ein Satz, in dem ich versuche entweder eine kurze Empfehlung auszusprechen, knapp zu rekapitulieren oder euer Leseinteresse zu wecken.

Ruth Bader Ginsburg – Helena Hunt 

Das erste Mal, dass ich Näheres über Ruth Bader Ginsburg‘s Werk und Leben erfahren habe.

Eine Kurzrezension gibt es hier.

Einführung in das Recht – Reinhold Zippelius

Jetzt studiere ich Jura, irgendwo muss man ja anfangen.

Die Bibel

Alleine schon aus gesellschaftlich-historischen Gründen ungemein lesenswert.

Writers of the Philokalia – Marilynn Hughes

Ein Überblick über die Philokalia, nach dessen Lesen ich mich in ein mehrstündiges YouTube-Recherche-Interview Loch verloren habe.

Felix Ever After – Kacen Callender

Das erste Young Adult Buch, dass ich 2021 gelesen habe und das mich dem Genre gegenüber etwas wärmer hat werden lassen.

Eine Kurzrezension findet ihr hier.

The putrescent vein – Dorian Bridges 

Zum Lesen inspiriert von den schaurig-schönen YouTube Videos von „Of Herbs and Altars“.

Eine Kurzrezension findet ihr hier.

The Handmaid‘s Tale – Margaret Atwood

Beklemmend gut geschrieben.

The 48 Laws of Power – Robert Geene

„The 48 Laws of Power“ habe ich tatsächlich mit dem bloßen Wunsch es anschließend zu kritisieren. 

Eine Kurzrezension findet ihr hier.

Red, White & Royal Blue – Casey McQuiston

Das Cover war hübsch und die „aesthetic“ TikToks dazu noch hübscher.

Eine Kurzrezension findet ihr hier.

Grundlinien der Philosophie des Rechts – G. W. F. Hegel

Der Fund einer Flohmarkt-Kiste am Straßenrand.

Die Flammende – Kristin Cashore

Eine Leseempfehlung meiner Freundin, die mir endlich wieder eine weite Fantasy-Welt eröffnete.

Goldene Flammen – Leigh Bardugo

Sprachlich angelehnt an den vorhergehenden Roman, inhaltlich irgendwo auch.

Ordeal by Innocence – Agatha Christie

Der einzige Agatha Christie Roman des Jahres und ein voller Erfolg, den ich jederzeit zu 100% weiter empfehlen würde.

Eine Kurzrezension findet ihr hier.

Der blutrote Teppich – Christof Weigold

Eine Flucht in das düster-staubige Nachtleben der 20er Jahre.

Eine Kurzrezension findet ihr hier.

Kleine Schritte mit großer Wirkung – Miriam Junge

Die Bedeutung von Routinen auf 200 Seiten.

Krieg und Frieden – Lew N. Tolstoi

Ein Monumentalwerk, perfekt für verschneite Winterabende (Plural!).

Die besten Geschichten – Edgar Allan Poe

Nach dieser Sammlung konnte ich mich zum ersten Mal wirklich als Edgar Allan Poe Bewunderer bezeichnen.

Carry On – Rainbow Rowell

Harry Potter in abgespaced.

Metaphysik – Aristoteles

Perfekt, wenn man die „Schriftrollen-Anekdote“ mit Inhalt füllen möchte

Goethe – Rüdiger Safranski

Eine Goethe Biographie, die die Weimarer Zeit auf ein paar hundert Seiten wieder zum Leben erweckt.

L‘année de grâce – Kim Liggett

Irgendwo zwischen „The Handmaid‘s Tale“ und „The Hunger Games“ (eine Formulierung, die ich mir leider nicht selbst ausgedacht habe).

Vorlesungen über Ästhetik – G. W. F. Hegel

Ein Werk, das jeder lesen sollte, dem „aesthetics“ als leeres Schlagwort von Zeit zu Zeit doch mal zu viel werden. 

Die Widerspenstige – Penelope Williamson

Tja…

Der Graf von Monte Christo – Alexandre Dumas

Wunderbar!!

Vatermax- Götz Liedtke

Die Lebenswege so vieler Menschen sind es absolut wert einmal literarisches oder filmisch dokumentiert zu werden, Max Liedtkes gehört dazu.

Chronik des Cthulhu-Mythos I – H. P. Lovecraft

Horrorerzählungen, die einem einen Einblick in die Ursprünge des Genres geben; und man sieht der Mensch hatte schon immer Spaß am Gruseln.

Mephisto – Klaus Mann

Ich habe während des Lesens nur noch darauf gewartet, dass auf einmal Marlene Dietrich auftaucht.

Honey Girl – Morgan Rodgers

Ein Werk für die romantisch verlangte Frauen liebende Frau.

Atlas der erfundenen Orte – Edward Brooke-Hitching

Geographie, Kultur und Menschheitsgeschichte verbunden mit wunderschönen Karten.

Ruddy Gore – Kerry Greenwood

Zwei Worte: Phryne Fisher

Urn Burial – Kerry Greenwood

Keine verstaubten Roaring Twenties, sondern farbenfrohes Lebensgefühl

Raisins and Almonds – Kerry Greenwood

Nach Roman Nummer drei wurde mir auch wieder bewusst, dass ich Kerry Greenwood nicht unbedingt für ihren Schreibstil lese…

Death before Wicket – Kerry Greenwood

…aber gleichzeitig kann ungeschliffener Stil auch wieder zum Wiedererkennungselement werden.

Away with the Faries – Kerry Greenwood

Kerry Greenwood schuf wohl die sympathischste Hobbydetektivin der Literaturgeschichte.

Murder in Montparnasse – Kerry Greenwood

Nach jedem Roman um Kerry Greenwood‘s Phryne Fisher wünsche ich mir, dass sie hoffentlich noch viele weitere Bücher publizieren wird.

The Castlemaine Murders – Kerry Greenwood

Teilweise schätze ich Kerry Greenwood‘s Romane sogar mehr als die Verfilmungen.

Queen of Flowers – Kerry Greenwood

1920er Kriminalromane, wie man sie so noch nie gesehen hat.

How to remember anything – Dean Vaughn

Merktechniken für jeden, der bereit ist ein wenig Zeit aufzuwenden.

Feuer der Freiheit – Wolfram Eilenberger

Hannah Arendt in Topform!

Death by Water – Kerry Greenwood

Nach diesem Roman habe ich mich bewusst dazu entschieden eine kleine „Phryne Fisher Pause“ einzulegen, um hoffentlich irgendwann noch ein paar Romane übrig zu haben.

Frau Jenny Treibel – Theodor Fontane

Ein Roman mit einer Person, deren Name der modernste Aspekt der ganzen Geschichte ist.

Miss Merkel – David Safier

Merkel, eine Stimme, die jeden zweitklassigen Kabarettisten auszeichnet.

Geopolitics- Klaus Dodds

Empfehlenswert!

Der alte Mann und das Meer – Ernest Hemingway

Ich weiß bis heute nicht wieso, aber ich habe selten so viel Mitleid mit einer Romanfigur gehabt.

How to take smart notes – Sönke Ahrens

Zettelkasten für Einsteiger und weit Fortgeschrittene.

Sister Outsider – Audre Lorde

Wie eine Art feministisch-beobachtendes Tagebuch.

Logic – Graham Priest

Der Moment, in dem ich gelernt habe, dass Logik sehr viel cooler und durchdachter ist als bloßes Sinnergeben.

Der bewachte Kriegsschauplatz – Kurt Tucholsky

Kein Roman, aber gerade aufgrund des vielzitierten „Soldaten sind Mörder“ ein paar Minuten der eigenen Zeit wert.

Kurt Tucholsky Gesammelte Werke – Kurt Tucholsky

Mein Ergebnis des bewachten Kriegsschauplatz.

Le deuxième sexe I – Simone de Beauvoir

Damit man sich auch wirklich als Feministin bezeichnen kann.

9 1/2 perfekte Morde – Alexander Stevens

Der Beginn meiner bis heute anhaltenden Faszination mit juristisch-unterhaltender Literatur.

Strafe – Ferdinand von Schirach

Eine Sammlung diverser juristischer Gedankenspiele.

Verbrechen – Ferdinand von Schirach

Weitere Geschichten aus der Lebenswelt nicht nur eines Juristen, sondern eines Mann von Welt, der eben diese Welt feinsinnig und ohne Angst vor dem Tragischen aufs Papier bringt.

Die verlorene Ehre der Katharina Blum – Heinrich Böll

Nach Seite 80 habe ich hilfreicherweise gelernt, dass einen Heinrich Böll und einen Heinrich Spoerl gibt, der Rest des Romans war anschließend definitiv weniger verwirrend.

Kim Jiyoung, geboren 1982 – Cho Nam-Joo

Einer dieser Romane, bei dem man ständig den Drang hat die Hauptfigur vor ihrem Leid zu bewahren.

Ich bin Linus – Linus Giese

Eine sehr melancholische Autobiographie.

La chaleur de la raison – Ferdinand von Schirach & Alexander Kluge

Ein wunderbares Gespräch, dessen Elemente ich immer noch gerne zitiere.

Geschichten aus dem Wiener Wald – Ödön von Horváth

Die Gefahren des traditionsgeprägten Dorflebens.

Die geheimen Verführer – Vance Packard

Wieso freier Wille zumindest in der Werbung nicht existiert.

Die rechtschaffenen Mörder – Ingo Schulze

Ein Roman, dessen sämtliche Elemente ich während des Lesens immer wieder, bis zum Ende, hinterfragt habe.

Der Fremde – Albert Camus

Ein Muss für jeden Liebhaber dramatischer Plädoyers.

Noah – Sebastian Fitzek

Das Ergebnis dessen, wenn Kreativität die Realität an Punkten berührt, an denen man es nicht für möglich gehalten hätte.

Die offene Gesellschaft und ihre Feinde I – Karl Popper

Gerade auch die Arbeit hinter dieser gesellschaftstheoretischen Meisterleistung ist ausnahmslos bewundernswert.

Wallenstein – Friedrich Schiller

Ich finde es immer wieder interessant, wie sich die Faszination um historisch bedeutende Persönlichkeiten durch alle Dekaden der Geschichte zieht.

Die 120 Tage von Sodom – Donatien Alphonse François de Sade

Ich fürchte, man kann dieses Werk nicht ohne schlechtes Gewissen empfehlen, unterhaltsam ist es dennoch irgendwo, alleine schon wegen des Überraschungseffekts.

A Court of Thorns and Roses – Sarah J. Maas

Ein Fantasy Roman, dessen Idee der Weltendarstellung zumindest auf mich einen sehr originellen Eindruck machte. 

Richtiges Lernen für Jurastudenten und Rechtsreferendare – Andreas Klaner

Konkrete Lerntipps, die man einfach einmal im Leben gehört haben sollte.

Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull – Thomas Mann

Ein Roman, auf dessen Figuren sich einzulassen einfach Spaß macht.

Der Bewohner – David Jackson

Ein Thriller der zeigt, wie hoch man seine Privatsphäre tatsächlich schätzen kann, gerade auch dort wo sie – über den vielerwähnten Datenschutz hinaus – physisch am selbstverständlichsten scheint.

A Court of Mist and Fury – Sarah J. Maas

Der zweite Teil der bereits erwähnten Fantasy Reihe der Sarah J. Maas.

Die Venus im Pelz – Leopold von Sacher-Masoch

Einfach ganz oberflächlich gedacht meiner Meinung nach einer der schönsten Romantitel überhaupt.

Das Joshua-Profil – Sebastian Fitzek

Tatsächlich so beklemmend, dass ich gegen Mitte auf die Wikipedia Zusammenfassung umgestiegen bin.

Der Stechlin – Theodor Fontane

Perfekter Ausgleich zu Fitzek, denn hier zählt mit dem ruhigen Gespräch nur das eine.

Die offene Gesellschaft und ihre Feinde II – Karl Popper

Gerade auch im Hinblick auf die Wiederaufkommens Marx Faszination sicherlich interessant, wenn man sich eine differenziertere Meinung rund um die Kapitalismus-Kritik der vergangenen Jahrzehnte und Jahrhunderte erarbeiten möchte.

A Court of Wings and Ruin – Sarah J. Maas

Der dritte Teil der Fantasy Triologie von Sarah J. Maas.

Das 80/20 Prinzip – Richard Koch

Ein Werk, das ich am liebsten immer all denen empfehlen würde, die um ein besseren Zeit Management ringen. 

Versteckt: Dunkle Geschichten – Simon Beckett

Diese gruselige Kurzgeschichten Sammlung hat mich fast zum Beckett Fan gemacht.

Candide ou l‘optimisme – Voltaire

„Candinde ou l‘optimisme“, für mich die moderne Version des Simplicissimus von Grimmelshausen.

Die Dreigroschenoper – Bertold Brecht

Nachdem ich zunächst sogar zwei Verfilmungen des Romans gesehen habe (beide haben mich sehr begeistert!) kam ich in diesem Jahr endlich dazu auch das „Original“ zu lesen.

The Girls I‘ve been – Tess Sharpe

Das perfekte Buch, wenn man einmal Lust auf unnahbare Hauptfiguren mit tragischer Lebensgeschichte hat.

Der Maulkorb – Heinrich Spoerl 

Für mich nicht so gut wie die phänomenale „Feuerzangenbowle“ aber sicherlich nicht weniger empfehlenswert.

Das Grundgesetz

Handlung ehr weniger spannend, dafür umso origineller.

Six of Crows – Leigh Bardugo

Einer der besten Fantasy Romane, die ich je gelesen habe.

Miss Bensons Reise – Rachel Joyce

Eine dieser Geschichten um zwei liebenswert schrullige Figuren, die zusammenfinden, frei nach dem Motto „Gegensätze ziehen sich an“.

Der Donnerstags Mordclub – Richard Osman

Coole Omas.

Der Großinquisitor – Fjodor M. Dostojewski

Ein Teil der „Brüder Karamasow“, den ich fast vergessen hatte und in diesem Jahr zufällig wiederentdecken konnte.

Crooked Kingdom – Leigh Bardugo

Der nachfolgende Teil zu „Six of Crows“, den ich sogar ein zweites Mal gelesen habe.

Der Frauenmörder – Hugo Bettauer

Wer Agatha Christie‘s „Alibi“ mochte, wird „Der Frauenmörder“ sicherlich lieben!

Die Welt von Gestern – Stefan Zweig

Wunderbar!!!

Jugend ohne Gott – Ödön von Horvàth

Wieder einer dieser Texte, in dem es der Autor geschafft hat, eine beklemmend-faszinierende Ausweglosigkeit darzustellen.

Schachnovelle – Stefan Zweig

Nachdem ich zuerst „Die Welt von Gestern“ gelesen hatte, war es umso schöner einen tieferen Einblick in Stefan Zweigs Schreibkunst zu erhalten.

Der Idiot – Fjodor Dostojewski

Dostojewskis Beobachtungsgabe rund um das menschliche Leid und Leben (und schöne Frauen) wird in „Der Idiot“ ganz besonders bewiesen

Kaiser und Galiläer – Henrik Ibsen

Ein düsteres „Nathan der Weise“.

Der Tintenfischer – Wolfgang Schorlau

Der Versuch Kriminalromane politisch zu gestalten geht leider oft zu Lasten des Unterhaltungswerts.

Percy Jackson „Diebe im Olymp“ – Rick Riordan

Das Ergebnis des ewigen Drängens mehrerer Freundinnen…

Ein Gentleman in Moskau – Amor Towles

Dieses Buch enthielt alles, was ich mir von einem guten historisch-politischen Roman erwartet hatte.

Madame Bovary – Gustave Flaubert

Das war bereits das dritte Mal, das ich die Bovary gelesen habe und jedes Mal entdeckte ich neue Details, die mich an Gustave Flauberts Werk begeistern.

Die App – Arno Strobel

Ein Thriller, der mich mit dem Gedanken „überarbeite deine Privatsphäre Einstellungen!!!!“ zurückgelassen hat.

Der Spiegelmann – Lars Kepler

Ein richtig guter Thriller.

Miss Benson‘s Beetle – Rachel Joyce

Ein weiteres Mal gelesen, einfach weil es so schön war.

Blutengel – Lotte Petri

Spannend und gefüllt mit den klassischen Thriller Elementen.

Clockwork Angel – Cassandra Clare

Wenn man sich auf rund 400 Seiten über auf der Hand liegende, aber dennoch nicht genutzte Übersetzungsmöglichkeiten lustig machen möchte, ist das DER Roman!

Das Böse in ihr – Camilla Way

Ein weiteres Ergebnis meiner Thriller-Phase Mitte des Jahres.

Flammenkinder – Lars Kepler

Lars Keplers Romane habe ich erst in diesem Jahr entdeckt und ich fand sie unglaublich spannend.

Sapiens – Yuval Noah Harari

Ein Buch, dessen Inhalte vor allem dahingehend faszinierend waren, als dass sie überraschend naheliegend waren, ohne dass man diesen Ideen bereits oft begegnet wäre.

The Seven Husband‘s of Evelyn Hugo – Taylor Jenkins Reid

Hammer!

Ansichten eines Clowns – Heinrich Böll

Ebenfalls „Hammer!“, nur in nachdenklicher.

Vater Unser – Jilliane Hoffman

Noch ein Thriller, an dessen Inhalt ich mich jedoch kaum noch erinnerten kann, was jedoch sicherlich ehr meine Schuld ist, als die des Buches.

Der Bergkristall – Adalbert Stifter

Ein stilistischer Vorgeschmack zum „Nachsommer“.

Der Nagel – Pedro Antonio de Alarcón

Wenn ich de Alarcón hier augenzwinkernd einen Schirach Vorgänger nenne, meine ich das ohne Einschränkung positiv.

Homo Deus – Yuval Noah Harari

Wer nach „Sapiens“ das Bedürfnis hat, sich noch weiter von Yuval Noah Hararis Überlegungen zum Nachdenken über die Menschheit anregen zu lassen, wird mit „Homo Deus“ wieder richtig liegen.

Letzte Einkehr – Imre Kertész

Der wunderbarste, melancholischste, beobachtendste Tagebuchroman, den ich je gelesen habe.

Der Spieler – Fjodor Dostojewski

Das komischste Dostojewski Werk, das ich bis jetzt gelesen habe.

Dreigroschenroman – Bertolt Brecht

Der „Dreigroschenroman“ – Dreigroschenoper Pro

Tonio Kröger – Thomas Mann

Wenn man einmal über ein paar hundert Seiten in hanseatischen Lebensidealen schwelgen möchte…

Also sprach Zarathustra – Friedrich Nietzsche

Was soll ich sagen, es hat Spaß gemacht ihn zu lesen.

Der zerbrochene Krug – Heinrich von Kleist

Das erste Mal, dass ich Kleist auf komischere Art kennen gelernt habe.

Naked Lunch – William S. Burroughs

Das verrückteste Werk des Jahres.

Der Nachsommer – Adalbert Stifter

Der perfekte Roman für einen sonnigen spätsommerlichen Nachmittag und entgegen seines Rufes – jedenfalls für mich – garnicht langweilig.

Jeder Mensch – Ferdinand von Schirach

Eine Liebeserklärung an die Demokratie.

Hidden Worlds – Mikkel Robrahn

Harry Potter mit etwas weniger Tiefe und etwas mehr Humor.

Circe – Madeline Miller

Die wunderschönste Neuinterpretation der alten Sage um Circe.

Unorthodox – Deborah Feldman

Deborah Feldmans Flucht aus ihrer chassidischen Gemeinde und den erdrückenden Erwartungen, denen sie dort über Jahre ausgesetzt war.

Hamnet – Maggie O‘Farrell

Der Tod eines Kindes; ich glaube es gibt kein anspruchsvolleres Motiv, dem sich eine Autorin widmen kann.

Was sie nicht umbringt – Liza Cody

Die Hauptfigur dieses Kriminalromans hat definitiv das Potential zur verschrobenen Tatort-Kommissarin.

Rich Dad Poor Dad – Robert Kiyosakis

Finanztipps, mit wahrem Kern aber wenig Emphatie.

Villa Kérylos – Adrien Goetz

Tragische und wunderschöne Lebensaugenblicke durch die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts, um einen Ort der Liebe, Kunst und gebändigter Natur.

The Secret History – Donna Tart

Empfehlen muss man diese Geschichte voller Selbstironie, Narzissmus und Hedonismus wohl schon lange nicht mehr.

Die Schlange im Wolfspelz – Michael Maar

Noch nie wurde über Literatur so intelligent und humorvoll geschrieben.

Die Rückkehr – Lone Thelis

Wenn ein verschwundener Mensch nach Jahren zurückkehrt ist das nur so lange ein glücklicher Moment, bis Zweifel ob der wahren Identität der Vermissten aufkommen.

Die Abenteuer des Fliegers von Tsingtau – Gunther Plüschow

Für mich als Liebhaber von Luftfahrtgeschichte ein autobiographisches Muss!

Twelve Angry Men – Reginald Rose

Wenn 12 Männer über das Schicksal eines Mörders abstimmen sollen, an wem hängt dann die Schuld?

Eurotrash – Christian Kracht

Ein Roman, der allem Anschein nach entweder gefeiert oder gehasst wird, ich zähle mich zu der ersten Kategorie. 

Justice: What‘s the Right Thing to Do? – Michael Sandel

Dieses Buch hat mich immer wieder dazu gebracht alles zu hinterfragen, was ich glaubte über Recht und Gerechtigkeit zu wissen.

Der Process – Franz Kafka

Ist der Rechtsstaat nicht irgendwo ein groß angelegtes Ponzi-System?

Das Ende der Geduld – Kirsten Heisig

„Das Ende der Geduld“ zeigt fast schon anklagend auf, wie der Staat und das System immer wieder Probleme aus dem Radar fallen lassen, zu Lasten aller Beteiligter.

Die Würde ist antastbar – Ferdinand von Schirach

Eine Liebeserklärung an die Demokratie, er kann es einfach nicht lassen.

Underground Railroad – Colson Whitehead

„And America, too, is a delusion, the grandest one of all.“ (Colson Whitehead)

The Priory of the Orange Tree – Samantha Shannon

Ein Fantasy Roman, wie ich ihn noch nie gelesen habe; die Motive kannte man, die Umsetzung war überragend.

Vielen Dank fürs Lesen!

Pioniere & Archivisten – Möglichkeiten mit Texten zu arbeiten

In den letzen Wochen habe ich mich sehr viel mit Lerntechniken, Sachliteratur und Büchern über das Leben und das Lernen befasst und im Zuge dessen bin ich zu einigen Schlüssen gekommen, die meinen Blick auf diese Themen – nicht komplett verändert, aber zumindest – wahnsinnig erweitert haben.


In der Überschrift spreche ich von „Pionieren“ und „Archivisten“, was das Ergebnis meines Versuches ist, das vereinfacht darzustellen, was ich euch in diesem Text vorstellen möchte.

Liest man viel aktuelle Sachliteratur, gerade im Bereich des „Lebensschule“ oder „Self Improvement“ Genres, fällt eines besonders auf: Die meisten Werke orientieren sich recht strukturiert an zwei klassischen Schemata: Informationen werden vorgestellt und Informationen werden mit neuen Gedanken verknüpft.

Mit dieser Tatsache befinden wir uns in dem Bereich, den ich in diesem Text den „Archivisten“ zuordnen möchte. Archivisten, stellen die Personen und Werke dar, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, oder deren Ziel es ist, bereits vorhandene Informationen zu sammeln und zwar auf eine Art und Weise, die es erlaubt, später aus dieser Sammlung eine neue Grundlage für Erkenntnisse, Gedanken und Informationen zu schaffen.

Die „Pioniere“ hingegen nutzen diese Grundlage, (wobei eine Sammlung oder Grundlage nie in dieser Rolle entstanden sein muss, denn auch beispielsweise ein Roman kann bereits Grundlage sein) um aktiv über sie hinauszugehen.

Man erkennt hier sofort, dass es niemals „reine Pioniere“ und niemals „reine Archivisten“ geben wird, denn die Grenzen sind unmöglich klar zu fassen. Wenn ich Informationen zusammentrage und verbinde, bin ich dann noch Archivist oder geht alleine schon das Erkennen einer Verbindung zwischen zwei gefundenen Aspekten, darüber hinaus und macht mich zum Pionier?

Der Punkt, den ich mit dieser Analogie jedoch ansprechen möchte ist, dass das Bewusstwerden dieser Zusammenhänge mir einen neuen Blickwinkel auf meinen Umgang mit Informationen im Allgemeinen gegeben hat. Alles, was wir in irgendeiner Form erfahren können, gibt uns immer sowohl die Möglichkeit Archivist zu sein, als auch die Möglichkeit Pionier zu sein und auch das Erfahrene selbst beruht wieder auf sammelnden und entdeckenden Bereichen.

Das sind ganze vier Sichtweisen, mit denen wir auf Informationen, Lesen und Lernen blicken können und sie lassen mich persönlich den Wert dessen umso mehr erkennen.


Vielen Dank für eure Zeit,

Ich wünsche euch eine schöne Woche!

19 Dinge, die ich in 19 Jahren gelernt habe

Dieser Blogbeitrag gehört definitv in die Kateogrie solcher, die einen persönlichen Zweck verfolgen. Es handelt sich um einen Text, den ich vor allem auch für mich selbst zur Dokumentation verfasst habe.

I. Regelmäßigkeit wird unterschätzt

Ob man es nun „Consistency is key“, „Habit Tracker“ oder Disziplin nennen möchte, das Ergebnis des Ganzen bleibt größtenteils gleich. Bereits ein sehr kluger Schriftsteller oder Philosoph, dessen Name und Werk mir leider entfallen sind, weshalb ich auf die Sinnebene zurückgreifen muss, sagte, dass es eine wesentlich größere Errungenschaft darstellt, etwas regelmäßig und immer wieder in kleinen Teilen zu schaffen, als ein einziges Mal. Ich kann dem nur zustimmen, zum einen ist es gerade zu Beginn oft schwierig sich eine neue Routine oder Arbeitsweise anzueignen, doch erlangt man schließlich die Regelmäßigkeit dahinter, kommt man dadurch auf der imaginären Lernkurve um ein Vielfaches schneller voran.

II. Die Schnittmenge von Aussage und Handlung

Bis heute erlebe ich es oft immer wieder, vor allem auf Social Media aber durchaus auch im „echten“ Leben, dass ich eine Person treffe und mich die Meinungen oder Aussagen dieser Person bewundernd aber auch etwas eingeschüchtert oder ungläubig zurücklassen. Das Ganze ist, um ein spezielleres Beispiel zu wählen, recht gut vergleichbar mit dem ein oder anderem TED Talk, „Entrepeneur“ oder auch Studytube Kanal. Produktivität und Erfolg sind relativ. Jeder ist in der Lage diese Parameter und deren Wichtigkeit für sich selbst zu definieren und meiner Erfahrung nach ist die Menge des Arbeitspensums und des Zeitaufwands eines Menschen nicht automatisch ein Indikator für diese Maßstäbe. Was ich damit sagen möchte ist, dass es absolut wichtig und gut ist Motivation und Inspiration in anderen zu finden, aber dennoch sollte man hinterfragen. Es kann helfen Handlungen von Aussagen für einen Moment zu trennen und somit eventuelle Diskrepanzen für sich sichtbar zu machen.

III. Besondere Interessen sind die wichtigsten Details des Lebens

Mit Überschrift Nummer Drei ist eigentlich alles gesagt. Lernt Neues! Bleibt interessiert!

IV. Geschmäcker sind selten konstant

Während ich vor einigen Jahren dieser Aussage noch heftig widersprochen hätte, kann ich heute bestätigen, dass sich Interessen und Geschmacksfragen verändern werden und dürfen. Es kann sehr befreiend sein, selbstauferlegte Maximen loszulassen und seine Fühler auszustrecken. Damit meine ich nicht, dass man unbedingt ständig aus der persönlichen Komfortzone ausbrechen muss, vor allem wenn man sich des Wertes bestimmter Dinge für sich selbst bewusst ist, ich rede viel ehr von einer Art Erweiterung der Komfortzone.

V. Habt keine Angst etwas zu wollen

Kein Mensch der Welt möchte unnötig viele Sorgen haben, deshalb kann es manchmal einfacher und angenehmer scheinen sich um bestimmte Dinge einfach nicht zu sorgen. Jedoch hat diese Tatsache einen Haken: Lässt man keine negativen Gefühle über etwas zu, kann es genauso leicht geschehen, dass um Umkehrschluss auch die positiven Gefühle darüber ausbleiben. Fazit: Es lohnt sich, sich einzugestehen etwas zu schätzen oder anzustreben.

VI. Es gibt keine originellen Gedanken

Die wenigsten Menschen sind wahre Genies einer Fachrichtung und auch die antiken Universalgelehrten sind zu meiner großen Bedauerung bereits größtenteils ausgestorben, haben uns aber netterweise einiges an Wissen mit auf den Weg gegeben. Das lässt uns in einer Realität zurück, in der man sich zwar sehr wohl der Qualität dieses und des in manchen Fällen darüber hinaus gehenden Wissens bewusst ist, man jedoch des öfteren zu der falschen Annahme geneigt ist, eben dieses Wissen für überaus exklusiv zu halten.

Anders gesagt: Wenn du klug genug warst dir einen bestimmten Gedanken zu machen, gibt es zumindest das Potential dazu auch in einem anderen Menschen. (Oder hat es in manchen Fällen sogar bereits gegeben, man denke nur an Leibnitz und Newton).

Welche Grundsätze habe ich daraus nun für mich geschlossen?

  • Keine unnötigen Lügen, denn wenn du sie dir ausdenken konntest, kann auch ein anderer sie aufdecken
  • Ideen und Inspirationen zeitnah umsetzten
  • Dinge dokumentieren

VII. Produktivität ist vielseitig

Dieser Punkt knüpft an Nummer Zwei an. Was für den einen Freizeitaktivität oder Entspannung ist, ist für den anderen bereits eine produktive Beschäftigung. Es ist also alleine deshalb vollkommen unmöglich ständig produktiv zu sein, denn um dies bewerkstelligen zu können, benötigte man ein Konzept objektiver Produktivität, was ihrem Wesen jedoch widerspricht.

VIII. Kreieren vs. Konsumieren

Diesem Aspekt möchte ich vor allem dem widmen, was ich in den letzten Jahren über Social Media gelernt habe. Zwar baut das Ganze an dieser Stelle besonders auf einer persönlichen Meinung auf, dennoch denke ich, dass es sich hierbei um einen guten Denkanstoß handeln könnte. Mir viel in der Vergangenheit oft auf, dass ich zwar jeden Tag im Großen und Ganzen ungefähr gleich viel Zeit auf Sozialen Medien verbrachte, dennoch wechselte der Effekt, den diese auf mich hatten. Irgendwann habe ich schließlich gemerkt, dass die Nutzen Sozialer Netzwerke dann am positivsten scheinen, wenn man sich selbst die Zeit nimmt, diese aktiv für sich zu nutzen. Nehme ich beispielsweise Instagram, TikTok oder YouTube als eine Platform zum Teilen meiner und Interagieren mit meinen persönlichen Interessen, kann ich einen viel größeren Nutzen daraus ziehen, als würde ich lediglich ziellos herumscrollen.

IX. Die Schnelllebigkeit von Trends

Es lohnt sich nicht, sich mit einem Trend zu beschäftigen, wenn diesem spontanen Interesse keine persönliche Motivation zu Grunde liegt. Letztendlich ist es nicht viel mehr als Zeitverschwendung, sich mit etwas auseinanderzusetzen, das nach nur wenigen Wochen bereits einen Großteil seiner Bedeutung einbüßen wird.

X. Die Stoa

Da wir mit Punkt Zehn jetzt bereits die Hälfte von „Leonies Lebensweisheiten“ erreicht haben, gebe ich mir Mühe mich im Folgenden etwas kürzer zu fassen.

Alles was ich hierzu sagen werde ist also: Eine stoische(-re) Lebenseinstellung kann in vielen Situationen sehr hilfreich sein. (Der aufmerksame Leser wird an dieser Stelle eine kleine Unstimmigkeit mit Punkt Drei bemerken, und ich muss zugeben, dass es sich hierbei um eine Tatsache handelt, an der ich selbst momentan noch arbeite.)

XI. Menschen sind nicht unfehlbar

Es ist wenig sinnvoll sich komplett auf die eigene Einschätzung, aber auch die Einschätzung anderer zu verlassen, denn niemand kann je alles wissen. Pläne können und werden sich verändern und man selbst macht Fehler, die man lieber nicht gemacht hätte. Eine Tatsache des menschlichen Lebens, die man wohl oder übel akzeptieren muss.

XII. Qualität > Quantität

Bereits in meinen vorherigen Punkten ist dieser Grundsatz immer wieder vereinzelt mitgeschwungen und deshalb wollte ich ihm auch einen eigenen Absatz widmen. Es ist ein Grundsatz den ich wirklich jedem sehr ans Herz legen kann und egal ob Entscheidungen, Käufe oder Konzepte, ich war immer zufriedener mit dem Ergebnis, wenn ich nach diesem Prinzip geurteilt habe.

XIII. Check your privilege

Dieser Punkt steht für sich. Bewusst weniger egozentrisch denken kann ein Anfang sein und eine solche Denkhaltung ist die Eigenschaft eines guten Gesprächspartners.

XIV. Überdenkt euer Konsumverhalten

Ich bin kein perfekter, nicht mal ein guter, nachhaltiger Konsument. Dennoch habe ich in den letzten Monaten darauf geachtet, mein Konsumverhalten bewusst zu analysieren und herunterzuschrauben. Es hat mir nicht geschadet, ganz im Gegenteil ich kaufe überlegter und seltener.

XV. Networking

Je älter ich werde, desto mehr merke ich, dass es sich immer lohnt Menschen zu kennen.

Dieser Punkt ist auch als eine Art zukünftiger Punkt zu lesen, denn ich habe bei Weitem zu wenig Erfahrung um in diesem Bereich Tipps geben zu können.

XVI. Dokumentiert euer Leben

Jeder der micht kennt weiß, dass ich ein großes Faible für Listen und Tagebücher aller Art hege. Tatsächlich weiß ich nicht einmal mehr seit wie vielen Jahren ich bereits über mein Leben schreibe und somit kann ich Punkt 16 an dieser Stelle wahrscheinlich als eine persönliche Lebensweisheit erster Stunde bezeichnen.

XVII. „Find a kingdom within“

Ein Zitat, auf das ich zufällig bei meinen Recherchen rund um die Philokalia gestoßen bin.

XVIII. Kleider machen Leute

Ich lege das Zitat selten im Bezug auf andere Menschen aus, sondern halte es vielmehr für einen Grundsatz des Respekts gegenüber sich selbst. Es lohnt sich, etwas Zeit und Mühe in den persönlichen Stil zu stecken.

XIX. Behaltet den Überblick

Egal ob beim Erstellen von Plänen, Listen, beim Lernen oder ganz allgemein im Leben. Es ist so unglaublich wichtig, sich nicht zu verlieren.

Das waren sie, meine 19 Lebensweisheit aus 19 Jahren. Vielen Dank fürs Lesen!