Impressionen aus Big Island

Vom LA International Airport (vielen Dank an Susan Raye für den damit immer einhergehenden Ohrwurm) nach Kailua-Kona sind es Luftlinie gut 4.000 Kilometer.

Gut möglich, dass Hawaii der perfekte Ort für jeden leicht auf der Fassung zu bringenden Touristen ist. Die Insel kommt idyllischen Werbeprospekten recht nahe!

Unendliches Blau

An diesem Stand bekam man endlich die lang ersehnten Schildkröten zu Gesicht.

Gemütliche Gestalten

Und was wäre Hawaii ohne Vulkangestein?

Hawaii Volcanoes National Park

Agatha Christie und die Kunst des Kriminalromans

07.01.22 | Agatha Christie und die Kunst des Kriminalromans

Zu Weihnachten habe ich von meinem Bruder einen Thalia Gutschein geschenkt bekommen, wodurch ich die Gelegenheit hatte spontan zwei, drei Bücher zu kaufen, ohne mir zuvor zu überlegen, was eigentlich gerade auf meiner Liste steht. (Nicht, weil ich das sonst nicht auch könnte, sondern weil ich Gutscheine gerne auch dafür hernehme, mich mit einer Kleinigkeit sozusagen zu überraschen)

Am Ende bestand meine Ausbeute aus einem historischen Roman und zwei Kriminalromanen. Um den Roman („Die Dame hinter dem Vorhang“) soll es an dieser Stelle aber nicht weiter gehen.

Die Kriminalromane, das waren „Das Geheimnis der goldenen Schnalle“ und „Das Geheimnis von Sittaford“ von Agatha Christie.
Ein Geheimnis ist offensichtlich nicht die Titelsystematik der deutschen Christie Übersetzungen.

„Das Geheimnis der goldenen Schnalle“ habe ich gerade noch heute Nacht beendet. Mir ist bei beiden Roman wieder einmal aufgefallen, weshalb ich gute Krimis immer auch über ihre konkrete Handlung hinaus bewundernswert finde.

Was den Aufbau angeht, teilt der Kriminalroman sein Schicksal mit dem klassischen Thriller. Bei beiden weiß man doch recht genau wie es ausgehen soll, denn der Ausgangspunkt dafür wurde schon zu Beginn gesetzt. Es gibt ein Rätsel (meist einen Mord), also muss es auch etwas (meist eine Person, regelmäßig zwei, selten mehrere) dahinter geben. Das ist das Grundproblem.

Problem Nummer zwei ist Folgendes: Es ist selten sinnvoll einen Täter zu wählen, den der Leser erst in der letzten Seite kennenlernt. Ein guter Krimiautor muss es also irgendwie schaffen, mit möglichst früh auftretenden Charakteren Spannung aufzubauen und ihnen bei Bedarf passende neue Facetten anzudichten.

Da gibt es nun zwei Möglichkeiten, die die Grenzen eines allgemeinen Krimi-Handlungssprektrums stellen.

1. Die Vorabend-Krimi Deklination:

Der Täter wird hier bereits zu Beginn (als Angehöriger oder Verdächtiger) vorgestellt, dann jedoch abwechselnd von anderen Verdächtigen mit stichhaltigeren Beweisen abgelöst, um anschließend durch einen neuen schockierenden Beweis doch überführt zu werden.

(Der sehr gute Krimiautor hebt sich bei der Vorabend-Krimi Deklination übrigens dann leicht von seinen Kollegen ab, wenn er es schafft, das Motiv des Täters so zu gestalten, dass es gerade so überraschend kommt, dass es der aufmerksamste Leser oder Zuhörer mit viel Kreativität doch noch hätte erkennen können.)

2. Die ratlose Masse:

Kurz: Alle sind verwirrt und sich dessen auch bewusst. Die Reihenfolge, nach der die Charaktere vorgestellt werden, erlaubt keine Hinweise darauf, wer wahrscheinlicher Täter war oder nicht. Besonders ist vor allem, dass der Ermittler lange Zeit selbst wissentlich im Dunkeln tappt.

In beiden Kategorien aber entstehen Erwartungshaltungen, denn der versierte Leser wird diese Strukturen erkennen und mit neuen Mustern ausgearbeitet sehen wollen.

Das Problem entstand für mich bei „Das Geheimnis von Sittaford“

In diesem Roman wurde die Vorabend-Krimi Deklination sehr simpel eingebaut.
Wen man zuerst kennenlernte, war Täter. An sich ist das immer noch der beste Weg zum Klassiker. Problematisch wurde es aber mit der Auflösung. Nachdem ich alle Figuren relativ ereignislos kennengelernt hatte, habe mich auf eine phänomenale Agatha Christie typische Auflösung à la „Mord im Orient Express“ oder „And then there were none“ gefreut, aber als es gerade spannend wurde, wurde der Täter einfach als der Herr vom Anfang entlarvt. So viel verschenktes Potenzial.

In „Das Geheimnis der goldenen Schnalle“ wurde das Ganze jedoch wieder sehr, sehr schön gelöst

…und es hat unglaublich viel Spaß gemacht zu lesen.

Es zeigt sich offensichtlich wieder, dass es erfolgversprechend ist, wenn den ungeschriebenen Regeln des Kriminalromans durch den Autor irgendwo Folge geleistet wird. Schließlich hat man auch nur eine gewisse Menge von Charakteren, mit denen man spielen können muss.

Mein literarischer Jahresrückblick 2021

Texte aller Art, die mich 2021 begleitet und auf unterschiedlichste Weise fasziniert haben. Dazu ein Satz, in dem ich versuche entweder eine kurze Empfehlung auszusprechen, knapp zu rekapitulieren oder euer Leseinteresse zu wecken.

Ruth Bader Ginsburg – Helena Hunt 

Das erste Mal, dass ich Näheres über Ruth Bader Ginsburg‘s Werk und Leben erfahren habe.

Einführung in das Recht – Reinhold Zippelius

Irgendwo muss man schließlich beginnen.

Die Bibel

Die Bibel in einem Jahr – es ist geschafft!

Writers of the Philokalia – Marilynn Hughes

Ein Überblick über die Philokalia, nach dessen Lesen ich mich in ein mehrstündiges YouTube-Recherche-Interview Loch verloren habe.

The putrescent vein – Dorian Bridges 

Zum Lesen inspiriert von den schaurig-schönen YouTube Videos von „Of Herbs and Altars“.

Grundlinien der Philosophie des Rechts – G. W. F. Hegel

Der Fund einer Flohmarkt-Kiste am Straßenrand.

Ordeal by Innocence – Agatha Christie

Der einzige Agatha Christie Roman des Jahres und ein voller Erfolg, den ich jederzeit zu 100% weiter empfehlen würde.

Der blutrote Teppich – Christof Weigold

Eine Flucht in das düster-staubige Nachtleben der 20er Jahre.

Krieg und Frieden – Lew N. Tolstoi

Ein Monumentalwerk, perfekt für verschneite Winterabende (Plural!).

Die besten Geschichten – Edgar Allan Poe

Nach dieser Sammlung konnte ich mich zum ersten Mal wirklich als Edgar Allan Poe Bewunderer bezeichnen.

Metaphysik – Aristoteles

Perfekt, wenn man die „Schriftrollen-Anekdote“ mit Inhalt füllen möchte.

Goethe – Rüdiger Safranski

Eine Goethe Biographie, die die Weimarer Zeit auf ein paar hundert Seiten wieder zum Leben erweckt.

Vorlesungen über Ästhetik – G. W. F. Hegel

Ein Werk, das jeder lesen sollte, dem „aesthetics“ als leeres Schlagwort von Zeit zu Zeit doch mal zu viel werden. 

Die Widerspenstige – Penelope Williamson

Tja…auch Flohmarktfunde sind nicht immer ihr Geld wert.

Der Graf von Monte Christo – Alexandre Dumas

Wunderbar!!

Vatermax- Götz Liedtke

Die Lebenswege so vieler Menschen sind es absolut wert einmal literarisches oder filmisch dokumentiert zu werden, Max Liedtkes gehört dazu.

Chronik des Cthulhu-Mythos I – H. P. Lovecraft

Horrorerzählungen, die einem einen Einblick in die Ursprünge des Genres geben; und man sieht der Mensch hatte schon immer Spaß am Gruseln.

Mephisto – Klaus Mann

Ich habe während des Lesens nur noch darauf gewartet, dass auf einmal Marlene Dietrich auftaucht.

Atlas der erfundenen Orte – Edward Brooke-Hitching

Geographie, Kultur und Menschheitsgeschichte verbunden mit wunderschönen Karten.

The Castlemaine Murders – Kerry Greenwood

Teilweise könnte ich Kerry Greenwood‘s Romane sogar mehr schätzen, als die Verfilmungen, wenn die Dame nur endlich lernen würde zu schreiben.

Feuer der Freiheit – Wolfram Eilenberger

Hannah Arendt in Topform!

Frau Jenny Treibel – Theodor Fontane

Ein Roman mit einer Person, deren Vorname der modernste Aspekt der ganzen Geschichte ist.

Sister Outsider – Audre Lorde

Wie das Lesen in einem fremden Tagebuch, nur in weniger spannend.

Der bewachte Kriegsschauplatz – Kurt Tucholsky

Kein Roman, aber gerade aufgrund des vielzitierten „Soldaten sind Mörder“ ein paar Minuten der eigenen Zeit wert.

Kurt Tucholsky Gesammelte Werke – Kurt Tucholsky

Mein Ergebnis des bewachten Kriegsschauplatz.

Le deuxième sexe I – Simone de Beauvoir

Habe ich das nun auch einmal gelesen.

9 1/2 perfekte Morde – Alexander Stevens

Der Beginn meiner bis heute anhaltenden Faszination mit juristisch-belletristischer Literatur.

Strafe – Ferdinand von Schirach

Eine Sammlung diverser juristischer Gedankenspiele.

Verbrechen – Ferdinand von Schirach

Weitere Geschichten aus der Lebenswelt nicht nur eines Juristen, sondern eines Mann von Welt, der eben diese Welt feinsinnig und ohne Angst vor dem Tragischen aufs Papier bringt.

Die verlorene Ehre der Katharina Blum – Heinrich Böll

Nach Seite 80 habe ich mich erinnert, dass es einen Heinrich Böll und einen Heinrich Spoerl gibt, der Rest des Romans war anschließend deutlich weniger verwirrend.

Kim Jiyoung, geboren 1982 – Cho Nam-Joo

Einer dieser Romane, bei dem man ständig den Drang hat die Hauptfigur vor ihrem Leid zu bewahren.

La chaleur de la raison – Ferdinand von Schirach & Alexander Kluge

Ein wunderbares Gespräch, dessen Elemente ich immer noch gerne zitiere.

Geschichten aus dem Wiener Wald – Ödön von Horváth

Die Gefahren des traditionsgeprägten Dorflebens.

Die rechtschaffenen Mörder – Ingo Schulze

Ein Roman, dessen sämtliche Elemente ich während des Lesens immer wieder, bis zum Ende, hinterfragt habe.

Der Fremde – Albert Camus

Ein Muss für jeden Liebhaber dramatischer Plädoyers.

Noah – Sebastian Fitzek

Das Ergebnis dessen, wenn Kreativität die Realität an Punkten berührt, an denen man es nicht für möglich gehalten hätte.

Die offene Gesellschaft und ihre Feinde I – Karl Popper

Gerade auch die Arbeit hinter dieser gesellschaftstheoretischen Meisterleistung ist ausnahmslos bewundernswert.

Wallenstein – Friedrich Schiller

Ich finde es immer wieder interessant, wie sich die Faszination um historisch bedeutende Persönlichkeiten durch alle Dekaden der Geschichte zieht.

Die 120 Tage von Sodom – Donatien Alphonse François de Sade

Ich fürchte, man kann dieses Werk nicht ohne schlechtes Gewissen empfehlen.

Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull – Thomas Mann

Ein Roman, auf dessen Figuren sich einzulassen einfach Spaß macht.

Der Bewohner – David Jackson

Ein Thriller der zeigt, wie hoch man seine Privatsphäre tatsächlich schätzen kann, gerade auch dort wo sie – über den vielerwähnten Datenschutz hinaus – physisch am selbstverständlichsten scheint.

Die Venus im Pelz – Leopold von Sacher-Masoch

Einfach ganz oberflächlich gedacht meiner Meinung nach einer der schönsten Romantitel überhaupt. Wer mehr wissen will, muss selber lesen.

Das Joshua-Profil – Sebastian Fitzek

Tatsächlich so beklemmend, dass ich gegen Mitte auf die Wikipedia Zusammenfassung umgestiegen bin.

Der Stechlin – Theodor Fontane

Perfekter Ausgleich zu Fitzek, denn hier zählt mit dem ruhigen Gespräch nur das eine.

Die offene Gesellschaft und ihre Feinde II – Karl Popper

Gerade auch im Hinblick auf die Wiederaufkommens Marx Faszination sicherlich interessant, wenn man sich eine differenziertere Meinung rund um die Kapitalismus-Kritik der vergangenen Jahrzehnte und Jahrhunderte erarbeiten möchte.

Versteckt: Dunkle Geschichten – Simon Beckett

Diese gruselige Kurzgeschichten Sammlung hat mich fast zum Beckett Fan gemacht.

Candide ou l‘optimisme – Voltaire

„Candinde ou l‘optimisme“, für mich die moderne Version des Simplicissimus von Grimmelshausen.

Die Dreigroschenoper – Bertold Brecht

Nachdem ich zunächst sogar zwei Verfilmungen des Romans gesehen habe (beide haben mich sehr begeistert!) kam ich in diesem Jahr endlich dazu auch das „Original“ zu lesen.

Der Maulkorb – Heinrich Spoerl 

Unterhaltsam für einen Nachmittag.

Six of Crows – Leigh Bardugo

Eine kurze Fantasy Flucht auf Empfehlung meiner Freundin.

Miss Bensons Reise – Rachel Joyce

Eine dieser belletristischen Geschichten um zwei liebenswert schrullige Figuren, die zusammenfinden. Schön hier: einige Alleinstellungsmerkmale.

Der Donnerstags Mordclub – Richard Osman

Um einen guten Freund zu zitieren: „Coole Omas“.

Der Großinquisitor – Fjodor M. Dostojewski

Ein Teil der „Brüder Karamasow“, den ich fast vergessen hatte und in diesem Jahr wiederentdecken konnte.

Crooked Kingdom – Leigh Bardugo

Kann man lesen, muss man aber nicht.

Der Frauenmörder – Hugo Bettauer

Wer Agatha Christie‘s „Alibi“ mochte, wird „Der Frauenmörder“ sicherlich lieben!

Die Welt von Gestern – Stefan Zweig

Meine große Liebe!

Jugend ohne Gott – Ödön von Horvàth

Wieder einer dieser Texte, in dem es der Autor geschafft hat, eine beklemmend-faszinierende Ausweglosigkeit darzustellen.

Schachnovelle – Stefan Zweig

Zweig…haaach…

Der Idiot – Fjodor Dostojewski

Dostojewskis Beobachtungsgabe rund um das menschliche Leid und Leben (und schöne Frauen) wird in „Der Idiot“ ganz besonders bewiesen.

Kaiser und Galiläer – Henrik Ibsen

Ein düsteres „Nathan der Weise“.

Der Tintenfischer – Wolfgang Schorlau

Der Versuch Kriminalromane politisch zu gestalten geht leider oft zu Lasten des Unterhaltungswerts.

Percy Jackson „Diebe im Olymp“ – Rick Riordan

Das Ergebnis des ewigen Drängens mehrerer Freundinnen…

Ein Gentleman in Moskau – Amor Towles

Dieses Buch enthielt alles, was ich mir von einem guten historisch-politischen Roman erwartet hatte.

Madame Bovary – Gustave Flaubert

Das war bereits das dritte Mal, das ich die Bovary gelesen habe und jedes Mal entdeckte ich neue Details, die mich an Gustave Flauberts Werk begeistern.

Die App – Arno Strobel

Ein Thriller, der mich mit dem Gedanken „überarbeite deine Privatsphäre Einstellungen!!!!“ zurückgelassen hat.

Clockwork Angel – Cassandra Clare

Wenn man sich auf rund 400 Seiten über auf der Hand liegende, aber dennoch nicht genutzte Übersetzungsmöglichkeiten lustig machen möchte, ist das DER Roman! Ansonsten Papierverschwendung.

Das Böse in ihr – Camilla Way

Ein weiteres Ergebnis meiner Thriller-Phase Mitte des Jahres.

Sapiens – Yuval Noah Harari

Ein Buch, dessen Inhalte vor allem dahingehend faszinierend waren, als dass sie überraschend naheliegend waren, ohne dass man diesen Ideen bereits oft begegnet wäre.

The Seven Husband‘s of Evelyn Hugo – Taylor Jenkins Reid

In einem Zug gelesen; unmöglich abzulegen.

Ansichten eines Clowns – Heinrich Böll

s.o. in nachdenklicher.

Der Bergkristall – Adalbert Stifter

Ein stilistischer Vorgeschmack zum „Nachsommer“.

Der Nagel – Pedro Antonio de Alarcón

Wenn ich de Alarcón hier augenzwinkernd einen Schirach Vorgänger nenne, meine ich das ohne Einschränkung positiv.

Homo Deus – Yuval Noah Harari

Wer nach „Sapiens“ das Bedürfnis hat, sich noch weiter von Yuval Noah Hararis Überlegungen zum Nachdenken über die Menschheit anregen zu lassen, wird mit „Homo Deus“ wieder richtig liegen.

Letzte Einkehr – Imre Kertész

Der wunderbarste, melancholischste, beobachtendste Tagebuchroman, den ich je gelesen habe.

Der Spieler – Fjodor Dostojewski

Dostojevski einmal ganz komisch.

Dreigroschenroman – Bertolt Brecht

Der „Dreigroschenroman“ – Dreigroschenoper Pro Version

Tonio Kröger – Thomas Mann

Wenn man einmal über ein paar hundert Seiten in hanseatischen Lebensidealen schwelgen möchte…

Also sprach Zarathustra – Friedrich Nietzsche

Was soll ich sagen, es hat Spaß gemacht ihn zu lesen.

Der zerbrochene Krug – Heinrich von Kleist

Das erste Mal, dass ich Kleist auf komischere Art kennen gelernt habe.

Der Nachsommer – Adalbert Stifter

Der perfekte Roman für einen sonnigen spätsommerlichen Nachmittag und entgegen seines Rufes – jedenfalls für mich – garnicht langweilig.

Jeder Mensch – Ferdinand von Schirach

Eine Liebeserklärung an die Demokratie.

Circe – Madeline Miller

Die wunderschönste Neuinterpretation der alten Sage um Circe.

Unorthodox – Deborah Feldman

Deborah Feldmans Flucht aus ihrer chassidischen Gemeinde und den erdrückenden Erwartungen, denen sie dort über Jahre ausgesetzt war.

Hamnet – Maggie O‘Farrell

Der Tod eines Kindes; ich glaube es gibt kein anspruchsvolleres Motiv, dem sich eine Autorin widmen kann.

Villa Kérylos – Adrien Goetz

Tragische und wunderschöne Lebensaugenblicke durch die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts, um einen Ort der Liebe, Kunst und gebändigter Natur.

The Secret History – Donna Tart

Empfehlen muss man diese Geschichte voller Selbstironie, Narzissmus und Hedonismus wohl schon lange nicht mehr.

Die Schlange im Wolfspelz – Michael Maar

Noch nie wurde über Literatur so intelligent und humorvoll geschrieben.

Die Abenteuer des Fliegers von Tsingtau – Gunther Plüschow

Für mich als Liebhaber von Luftfahrtgeschichte ein autobiographisches Muss!

Twelve Angry Men – Reginald Rose

Wenn 12 Männer über das Schicksal eines Mörders abstimmen sollen, an wem hängt dann die Schuld?

Eurotrash – Christian Kracht

Ein Roman, der allem Anschein nach entweder gefeiert oder gehasst wird, ich zähle mich zu der ersten Kategorie. 

Justice: What‘s the Right Thing to Do? – Michael Sandel

Dieses Buch hat mich immer wieder dazu gebracht alles zu hinterfragen, was ich glaubte über Recht und Gerechtigkeit zu wissen.

Der Process – Franz Kafka

Ist der Rechtsstaat nicht irgendwo ein groß angelegtes Ponzi-System?

Die Würde ist antastbar – Ferdinand von Schirach

Eine Liebeserklärung an die Demokratie, er kann es einfach nicht lassen.

Underground Railroad – Colson Whitehead

„And America, too, is a delusion, the grandest one of all.“ (Colson Whitehead)

The Priory of the Orange Tree – Samantha Shannon

Ein Fantasy Roman, wie ich ihn noch nie gelesen habe; die Motive kannte man, die Umsetzung war überragend.