Pioniere & Archivisten – Möglichkeiten mit Texten zu arbeiten

In den letzen Wochen habe ich mich sehr viel mit Lerntechniken, Sachliteratur und Büchern über das Leben und das Lernen befasst und im Zuge dessen bin ich zu einigen Schlüssen gekommen, die meinen Blick auf diese Themen – nicht komplett verändert, aber zumindest – wahnsinnig erweitert haben.


In der Überschrift spreche ich von „Pionieren“ und „Archivisten“, was das Ergebnis meines Versuches ist, das vereinfacht darzustellen, was ich euch in diesem Text vorstellen möchte.

Liest man viel aktuelle Sachliteratur, gerade im Bereich des „Lebensschule“ oder „Self Improvement“ Genres, fällt eines besonders auf: Die meisten Werke orientieren sich recht strukturiert an zwei klassischen Schemata: Informationen werden vorgestellt und Informationen werden mit neuen Gedanken verknüpft.

Mit dieser Tatsache befinden wir uns in dem Bereich, den ich in diesem Text den „Archivisten“ zuordnen möchte. Archivisten, stellen die Personen und Werke dar, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, oder deren Ziel es ist, bereits vorhandene Informationen zu sammeln und zwar auf eine Art und Weise, die es erlaubt, später aus dieser Sammlung eine neue Grundlage für Erkenntnisse, Gedanken und Informationen zu schaffen.

Die „Pioniere“ hingegen nutzen diese Grundlage, (wobei eine Sammlung oder Grundlage nie in dieser Rolle entstanden sein muss, denn auch beispielsweise ein Roman kann bereits Grundlage sein) um aktiv über sie hinauszugehen.

Man erkennt hier sofort, dass es niemals „reine Pioniere“ und niemals „reine Archivisten“ geben wird, denn die Grenzen sind unmöglich klar zu fassen. Wenn ich Informationen zusammentrage und verbinde, bin ich dann noch Archivist oder geht alleine schon das Erkennen einer Verbindung zwischen zwei gefundenen Aspekten, darüber hinaus und macht mich zum Pionier?

Der Punkt, den ich mit dieser Analogie jedoch ansprechen möchte ist, dass das Bewusstwerden dieser Zusammenhänge mir einen neuen Blickwinkel auf meinen Umgang mit Informationen im Allgemeinen gegeben hat. Alles, was wir in irgendeiner Form erfahren können, gibt uns immer sowohl die Möglichkeit Archivist zu sein, als auch die Möglichkeit Pionier zu sein und auch das Erfahrene selbst beruht wieder auf sammelnden und entdeckenden Bereichen.

Das sind ganze vier Sichtweisen, mit denen wir auf Informationen, Lesen und Lernen blicken können und sie lassen mich persönlich den Wert dessen umso mehr erkennen.


Vielen Dank für eure Zeit,

Ich wünsche euch eine schöne Woche!

Der Newsletter des kleinen Mannes – Februar Monatsfavoriten

Hallo da draußen! Ich hoffe ihr hattet alle einen guten Start in den neuen Monat 🙂 Ich hatte im Februar sehr viel Zeit mich mit diversen neuen und erneut entdeckten Interessen zu beschäftigen, was den positiven Nebeneffekt hatte, dass ich auch meine Monatsfavoriten Liste gut füllen konnte.

I. Anime und Crunchyroll

Ich hatte schon immer eine große Bewunderung für Manga und Anime, gerade was den Zeichenstil betrifft. Als ich vor ein paar Jahren zuerst begonnen habe gerne zu zeichnen, entdeckte ich über eben diesen Stil den ein oder anderen Anime, kam aber nie dazu diese letztendlich auch anzusehen oder – abgesehen von vielleicht fünf Manga Heften – zu lesen.

In der zweiten Februar Woche habe ich dann doch einmal ein Crunchyroll* Abonnement abgeschlossen und ich habe seitdem deutlich weniger Zeit auf Netflix, YouTube und Prime verbracht. Es war wirklich schön somit wieder etwas Neues entdeckt zu haben und eine willkommene Abwechslung von den homogenen Netflix und YouTube Empfehlungen, die ich zuvor konstant in meinen Vorschlägen fand.

*Crunchyroll = das „Netflix“ der Animes

II. Autor des Monats: Edgar Allan Poe

In meinem dark academia inspirierten Lesezirkel war unser Lesebuch für Februar eine Kurzgeschichtensammlung von Edgar Allan Poe. Zwar habe ich bereits in der Vergangenheit immer wieder das eine oder andere Werk Poes gelesen, aber dieser Sammelband war für mich tatsächlich die erste größere Sammlung seiner Werke.

Fazit: Ich war begeistert!

III. Musik des Monats: 1950s classics

In der Vergangenheit, bevor ich begonnen habe meine Vorliebe für Genre spezifische Playlists zu entdecken, habe ich immer Monatsplaylists geführt. Diese Tatsache sagt bereits alles aus, was man über meinen Musikgeschmack wissen sollte, denn während ich generell so ziemlich alles bis 1985 gerne höre, wechseln meine bevorzugten musikalischen Dekaden dennoch ziemlich genau monatlich.

Diesen Monat waren es die 50er und 60er Jahre, die mich besonders faszinierten, allen voran Llyod Price. Hier ein paar Beispiele und Empfehlungen

  • „Two Little Men in a Flying Saucer“ – Ella Fitzgerald
  • „Personality“ – Llyod Price
  • „Lawdy Miss Clawdy“ – Lloyd Price
  • „I’m gonna get married“ – Llyod Price

IV. Serie des Monats: „The Bletchley Circle“ & „Detective Conan

„The Bletchley Circle“ ist eine Serie, die ich bereits vor gut einem Jahr entdeckt habe und die ich seit eben dieser Zeit eine meiner liebsten Serien nennen würde. Ich kann „The Bletchley Circle“ und gerade auch „The Bletchley Circle: San Francisco“, letztere sehe ich persönlich sogar noch wesentlich lieber an als erstere, wirklich allen empfehlen, die gerne vintage Krimis mit weiblichen Hauptrollen und interessanten Auflösungen sehen.

Auch in der Anime Kategorie bleib ich weiter im Krimi Genre, diesmal aber bei dem Klassiker „Detektive Conan“, den ich wirklich wahnsinnig niedlich, recht lustig und unterhaltsam finde. Nach Folge 50 oder 60 habe ich mir außerdem einen Spaß daraus gemacht, zu versuchen den Mörder bereits im Voraus zu entdecken, denn irgendwann hat man die Motive wenigstens etwas im Kopf.

V. Neue Projekte: Französich

Französisch als Sprache hat mich schon mein Leben lang fasziniert, kollidierte leider jedoch immer mit meinem latenten Perfektionismus. Diesen Monat habe ich es mir endlich zum Ziel gesetzt diese mentale Barriere zu überwinden und einfach dort mit dem Lernen der Sprache einzusteigen, wo ich mich zu dem Zeitpunkt befand, also circa A2 vielleicht sogar B1 Niveau.

Nach einem Monat regelmäßigen Auseinandersetzens mit der Sprache kann ich sagen, dass ich so froh bin begonnen zu haben, denn obwohl ich natürlich noch keine riesengroßen Fortschritte erreicht habe, merke ich gerade im Lesen und Hören einen deutlichen Unterschied.

VI. Artikel des Monats

LTO – „Magisches Denken vor Gericht“

VII. Monocle Magazine

Es scheint mittlerweile eine Tradition meiner Monatsfavoriten zu werden, jeden Monat den ein oder anderen neuen Newsletter zu entdecken.

Diesen Februar sind es die Newsletter (die Tages- und Wochenendausgaben) des Monocle Magazines geworden. Definitiv eine Empfehlung für jeden, der einen Hybrid aus internationalem Design- und Kulturteil mit einer gewissen Portion moderner, zeitgenössischer Kommentare schätzt.

VIII. Mode des Monats: Tweed Shorts

Meine liebsten Stilelemente diesen Monat waren Tweed Shorts und die Farbe Beige.

Quelle: Pinterest

IX. App des Monats: Pinterest – Slow Living & Social Media?

Ich habe Pinterest als meine neue Lieblingsapp zum Zeitvertreib gefunden. Die Inhalte auf Pinterest sind interessant genug um inspirierend und unterhaltsam zu sein, aber nicht so sehr, dass man ungewollt stundenlang scrollt ohne etwas mitzunehmen.

Ganz große Empfehlung an jeden, der eine ruhigere Social Media Plattform sucht.

X. Zitat des Monats

„I only achieve simplicity with enormous effort.“ (Clarice Lispector)

Ich habe mich einem Zitat selten persönlich so verbunden gefühlt.

Was waren eure liebsten neuen Entdeckungen des Monats? Vielen Dank fürs Lesen!